Wasserversorgung
Neueste Info
Aus der Gemeinde
Klimaschutz
Ausschreibungen
Stellenausschreibungen
Impressum
Gemeindeverwaltung
Keltern
Weinbergstr.9
75210 Keltern
[T] 07236/703-0
[F] 07236/703-35
gemeinde@keltern.de
Sie sind hier: Aktuelles » Neueste Info

Dietlinger Nikolausmarkt lockte vor allen Dingen abends die Besucher an


Wie andernorts, so machte auch in Dietlingen das Wetter den Veranstaltern eine Strich durch die weihnachtliche Rechnung des traditionellen Nikolausmarktes. Wenngleich viele Stände und Zelte auf dem Rathausplatz, der Bahnhofstraße und der Bachstraße aufgebaut waren, weihnachtliche Stimmung war wegen des kalten Regens am Anfang nur schwer auszumachen. Erst mit Einbruch der Dunkelheit füllten sich die Gassen und  die Heiterkeit an den Verpflegungs- und Glühweinständen erfüllte den Abend. Die Anbieter von Kunsthandwerklichem Schmuckwaren, Selbstgestricktem oder – gebackenem oder von Schmuckwaren hatten dagegen eher einen schweren Stand. Überhaupt wurde viel auf dem schlechten  Wetter zugeschrieben und dabei gescherzt „man sollte den Nikolausmarkt auf den Sommer verschieben“, dann wäre zumindest das Wetter besser. Wie dem auch sei St. Nikolaus und Bürgermeister Ulrich Pfeifer ließen sich nicht beirren. Nach der Eröffnung des Nikolausmarktes am Samstagmittag, unter den weihnachtlichen Klängen des Posaunenchores, hatten sie mit frisch gebackenen Dampedeis leckere Naschereien für die Besucher des weihnachtlichen Marktes parat. Einen davon bekam auch die in Dietlingen wohnhafte SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast. Auch sie ließ es sich nicht nehmen, trotz Regenwetters den Nikolausmarkt zu besuchen.

Nach oben


Ebenso, wie die bis zur Abendstunde wohl über 1000 Besucher genoss sie das besondere Flair und die Stimmung in Dietlingen. Eine Stimmung, die auch im kommenden Jahr einer Wiederholung finden soll. Abgerundet wurde die Atmospähre auf dem Nikolausmarkt mit einem abwechslungsreichen Angebot an Handwerklichem und Kunsthandwerklichen auch viel Musik war geboten und wer die Weihnachtseinstimmung etwas besinnlicher genießen wollte, kam in der Andreaskirche auf seine Kosten. Hier gab’s Nikolaus- und Weihnachtsgeschichten in gelesener oder gespielter Form. Mit auf dem Dietlinger Nikolausmarkt war auch der 17jährige Marvin Schwarz. Er ist Top 1 bei den Junioren im Ski-Freestyle auf der Buckelpiste und im Weltcup auf den vorderen Plätzen zu finden. Von Simone und Bernd Köhler (Köhler-Sport) erhielt der erfolgreiche Nachwuchssportler handgefertigte Skier, gesponsert von der Firma Hart.   Weitere Bilder hier
Die Polizeiposten Remchingen - Keltern

Die Polizeiposten Remchingen und Keltern wurden mit Wirkung vom 1. Dezember 2008 zu einer größeren, schlagkräftigeren Einheit vereinigt. Die sieben Beamtinnen und Beamten des Polizeipostens Remchingen sind nun für die Gemeinden Remchingen und Keltern zuständig.
Damit betreut der Polizeiposten Remchingen rund 21.000 Einwohner in den insgesamt neun Ortsteilen der beiden Gemeinden. Durch die Zusammenlegung werden Verwaltungsaufgaben zugunsten der Präsenz der Beamtinnen und Beamten vor Ort gebündelt. Mit seiner Personal- und Fahrzeugausstattung kann der Polizeiposten  flexibler auf polizeiliche Lagen und Brennpunkte reagieren. Mit der Leitung des Polizeipostens Remchingen wurde Polizeihauptkommissar Rüdiger Schroth beauftragt, Stellvertreter ist Polizeikommissar Jörg Huber. Als Jugendsachbearbeiter sind  Polizeihauptmeister Johannes Rebholz und Polizeihauptmeister Oliver Schroth eingesetzt. Als Sachbearbeiter sind Polizeihauptmeister Rolf Jäger, Polizeihauptmeister Joachim Heinrich und Polizeiobermeisterin Stephanie Rettkowski tätig. Der Polizeiposten verfügt über zwei Streifenwagen.

Der Polizeiposten Remchingen befindet sich in Remchingen-Wilferdingen an der Bundesstraße 10, die Anschrift lautet: Hauptstraße 100, 75196 Remchingen. Telefonisch sind die Beamten von Montag bis Freitag in der Zeit von 07.30 Uhr bis 18.00 Uhr unter Tel. 07232/372580 erreichbar. Im Rathaus Keltern-Ellmendingen, Raum Nr. 2.21, wird montags in der Zeit von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr eine Bürgersprechstunde abgehalten. Während der Bürgersprechstunde ist die Polizei dort unter Tel. 07236/70361 erreichbar.

 

 

Nach oben

Orchester und Solisten überzeugten beim Adventskonzert in der Barbara-Kirche


Wenngleich es kein kirchen-, sondern ein kammermusikalisches Konzert war und das Orchester durchweg aus Nachwuchskünstlern bestand,  die Räumlichkeit hätte nicht angemessener gewählt werden können und die Atmosphäre hätte nicht besser sein können. So die Feststellung der Besucher und Mitwirkenden beim Adventskonzert der Musikschule Westlicher Enzkreis in der Ellmendinger Barbara – Kirche. Dabei war nicht nur beim Leiter der Musikschule Westlicher Enzkreis Hans-Peter Dennemarck die Freude über ein gelungenes Konzert und das hohe Leistungsniveau der jungen Musikerinnen und Musiker spürbar. Beeindruckt vom musikalischen Können der Solisten und des Gesamtorchesters unter Leitung von Susanne Reiner sparten die rund 200 Zuhörer auch nicht mit anerkennendem Applaus. So überzeugte schon die 17-jährige Anne-Catherine Becker auf der Querflöte mit der Orchestersuite in h-moll von Johann Sebastian Bach. Nicht minder beeindruckend auch die Leistung von Janna Frei, Anne Messerer und Yannik Dammers mit einem Kanon in D-Dur für 3 Violinen von Johann Pachelbel. In die Zeit des barocken Italiens entführte das Orchester und der 17-jährige Cellist Dominik Barth die Zuhörer mit dem Allegro im Concerto a-moll für Cello und Orchester von Antonio Vivaldi. Der Epoche, dem Barock und dem Herkunftsland  des Komponisten, Italien treu geblieben war auch die 15-jährige Dorothee Ulrich mit ihrem Concerto in F-Dur für Sopranblockflöte. Für ihr gekonntes Solo erntete sie viel Beifall.  In besonderer Form stellte anschließend die erst 14-jährige Antonia Kölble ihr musikalisches Talent unter Beweis.

Nach oben


Mit virtuosem Klarinettenspiel, dem Adagio und dem Poco presto, Konzert B-Dur für Klarinette und Orchester, wurde sie zum Liebling des Abends. Dabei war ihr mit erleichtertem Lächeln nach dem recht schwierigen Solo die abgefallene Anspannung nach ihrem Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben. Vor dem zum Schluss gemeinsamen von den Zuhörern gesungenen Lied „Ich steh’ an deiner Krippe hier“, begleitet vom Orchester setzte der 15-jährige Jannik Haenel, mit Joseph Haydns Konzert in S-Dur für Trompete und Orchester, 1. Satz Andante cantabile  den Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert.

Modelleisenbahn-Ausstellung lockte viele Besucher zum Bestaunen der Welten im Kleinen


Für Staunen und Begeisterung sorgten die Modelleisenbahnfreunde Keltern übers Wochenende mit ihrer 22sten Modellbahnausstellung. Bekannt dafür, bei jeder Ausstellung etwas Besonderes zu präsentieren, hatte man diesmal die „N-Bahnfreunde Karlsruhe“ in die Dietlinger Speiterlinghalle eingeladen. Mit ihrer Modul-Anlage in Spur N beeindruckten sie nicht nur mit „Masse“ (über 20 Module hatten die Vereinsmitglieder zu einer Gesamtanlage von rund 40 Metern zusammengebaut), sondern auch mit Filigranem und Modellbauddetails. Das Highlight der Anlage war dabei zweifelsohne das Modelldorf, geschaffen von Friedhelm Sons. Nicht etwa aus Modellbausätzen, sondern im N-Maßstab 1 :  160 originalgetreu selbst nachbaut hat der Modellbauenthusiast die über 20 historischen Gebäude vom Frankenland bis zum Bodensee.

Nach oben


Darunter auch eines der schönsten Fachwerkhäuser im Kraichgau, das baumannsche Haus in Eppingen, das alte Grötzinger Rathaus, Stadttor von Iphofen bei Kitzingen im Fränkischen und das Schwörerhaus aus Immenstadt am Bodensee,  das erste Gebäude das um 1870 von einer Denkmalbehörde unter Schutz gestellt wurde. „Meine Ideen und Anregungen für die  einzelnen Modellhäuser bekomme ich auf Reisen durch die Region“, erzählt der 77-jährige Pensionär aus Karlsruhe und freut sich, dass seine Nachbauten viel bestaunt werden. Dabei investiert Friedhelm Sons viel Zeit und Geduld in sein Hobby, denn nach ersten Fotos, beginnen zunächst die Recherchen nach alten Plänen, dann die Umsetzung ins Maßstäbliche und dann erst der eigentliche Modellbau. Der kann gut und gerne mit Unterbrechung auch ein bis zwei Monate, oder noch länger dauern, war zu erfahren. Der Lohn für diese Arbeit ist abschließend dann nicht nur das gelungene Werk, sondern auch viel Bewunderung von Seiten der Betrachter. (Weitere Info auch unter: www.nbahnfreundekarlsruhe.de)


Es ist aber nicht nur das Staunen und die Anerkennung von Seiten der Betrachter der die Modellenthusiasten und –eisenbahnfreunde antreibt, vielmehr ist die Begeisterung eine Landschaft oder Baulichkeiten originalgetreu bis ins Detail nachzubauen und die Freude am fahrenden Material. „Beides zusammen macht den Reiz der Modellbahn aus“, erklärt Matthias Müller der Vorsitzende der Modelleisenbahnfreunde Keltern. Ebenso wie der Modelleisenbahnverein Remchingen präsentierten sie ihre Vereinsanlagen. War es bei den Kelterner eine Segment-Anlage mit rund zehn Metern Länge in Spur H-O, so sorgten die Remchinger, deren Vereinsheim in der alten Bahnmeisterei beim Wilferdinger Bahnhof untergebracht ist, mit einer Märklin-Anlage im Stil der 60er Jahre für Begeisterung. Mit dieser Reminiszenz an die Tischbahn-Ära, also an die Zeit als um Weihnachten, die Modellbahnanlage vom Speicher oder dem Keller geholt wurde, um sie unterem Weihnachtsbaum oder auf dem Wohnzimmertisch aufzubauen. Damals wie heute gab’s dann leuchtende Augen bei Groß und Klein. Grade so wie bei der Modellbahn-Ausstellung übers Wochenende. Rund 800 Besucher gönnten sich diese Freude und sprachen mit dem guten Besuch dem Verein ihre Anerkennung für die alljährlich reizvollen Ausstellungen aus. Natürlich durfte dabei auch nicht die lokale Kleinbahngeschichte fehlen. So zeigte Kurt Schwab ein Kenner der Materie, mit Vortrag und vielen Bildern auch die Geschichte der Kleinbahn Pforzheim – Ittersbach auf.
Barrierefrei Leben e.V. stellt sich vor!

Der Verein "Barrierefrei Leben" bietet deutschlandweit eine Wohnberatung per Internet an. Die Beratung richtet sich an Privatpersonen, die ihre Wohnsituation vorsorglich fürs Älterwerden oder aufgrund von körperlichen Einschränkungen verbessern wollen.

Das kostenlose Beratungsangebot bietet Unterstützung bei der Suche nach Hilfsmitteln für die Wohnung, Vorschläge für Wohnungsumbau bzw. -anpassung und die Sichtung von Plänen für barrierefreie Neubauten.

Für die Beratungsanfragen über das Internet wurden einfache Formulare entwickelt, die es erleichtern, Wohnprobleme darzustellen. Die Ratsuchenden bekommen durch die Experten von Barrierefrei Leben individuelle Lösungsvorschläge per E-Mail.

Der Verein Barrierefrei Leben e.V. informiert und berät deutschlandweit Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Online Wohnberatung Flyer

Barrierefrei Leben e.V.
Wohnberatungsportal
Richardstr. 45
22081 Hamburg

Tel.: 040-29 99 56 36
Fax: 040-29 36 01
E-Mail: info@online-wohn-beratung.de
Web: www.online-wohn-beratung.de

 

Nach oben

Krankenpflegeverein Keltern – Ein Verein mit sozialem Auftrag


Als ein wichtiges Bindeglied zwischen der Bevölkerung, den Mitgliedern und den sozialen Einrichtungen der Gemeinde sieht sich der Krankenpflegeverein Keltern. Unterstrichen wurde diese Einschätzung auf der vergangenen Hauptversammlung auch vom Geschäftsführer des „Sozialen Dienste Straubenhardt-Keltern gGmbH“, Reinhold Varwig. Von der Arbeit des Kelterner Fördervereins für die Sozialstation würden beide Seiten profitieren, stellte er anerkennend fest. Damit dies auch künftig gewährleistet ist,  stellten sich fast alle Verwaltungsmitglieder zur Wiederwahl. Lediglich Vizevorstand Reinhard Boger wollte „etwas kürzer treten“ und künftig nur noch als Beisitzer fungieren. Eine Bitte der die Versammlung mit der Wahl des seitherigen Beisitzer Rainer Eberle zum Nachfolger entsprach. Reinhardt Boger, der als langjähriges und engagiertes Verwaltungsmitglied bekannt ist, galt ebenso der Dank, wie Wilhelm Ernst Bischoff und Werner Reister. Beide standen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Seit der Gründung des Krankenpflegevereins Dietlingen 1967 gehörten sie, als Schriftführer und Kassierer zur Verwaltung. Nach der Fusion 1996 zum Krankenpflegeverein Keltern bis 1999 waren sie noch in ihrer anvertrauten Funktion tätig. Bis zur aktuellen Hauptversammlung gehörten sie als Beisitzer der Verwaltung an. Für die beiden ausscheidenden Dietlinger, konnten mit dem frisch pensionierten Ellmendinger Grundschulrektor Erwin Grübel und Dr.  Alfred Schweitzer zwei renommierte Nachfolger gefunden werden. Ein besonderer Dank galt auch Karin Bischoff, die als Kassiererin schon seit Jahren ein umfangreiches Aufgabengebiet wahrnimmt. Sie wurde nach der Entlastung der gesamten Verwaltung ebenso im Amt bestätigt wie die weiteren Vorstandmitglieder. Für Werner Holl, der aus Altersgründen das Amt des Kassenprüfers abgeben wollte, konnte die Leiterin der Nachbarschaftshilfe Rose Reister gewählt werden. Bereits zu Beginn  der umfangreichen Wahlen bestätigte die Versammlung den seit 1999 im Amt befindlichen ersten Vorsitzenden und ehemaligen Kelterner Rechnungsamtsleiter Hermann Künzler. Angesichts der umfangreichen und detaillierten Rechenschaftsberichte von Vorstand Hermann Künzler und Kassiererin Karin Bischoff, war auch Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer voll des Lobes über die Arbeit der gesamten Verwaltung und der engagierten Mitglieder. Welche Bedeutung dem Verein, mit seinen über 900 Mitgliedern (rund 10 % der Bevölkerung)  zukommt, weiß auch er. Mit Blick auf die demographische Entwicklung in der Gemeinde und die  Vergünstigungen die den Mitgliedern  im Bedarfsfall zugute kommen, empfahl auch er eine Mitgliedschaft zu günstigen Jahresbeiträgen von 10,74 Euro für Einzelmitglieder und 18,41 Euro bei Familienmitgliedschaft. Auf diesem Wege sind im vergangen Jahr rund 15 000 Euro zusammengekommen. Außerdem erhielt der Verein  Spenden in Höhe von 2000 Euro, sowie den Erlös aus der Einspeisung von Solarstrom ins Netz  rund 1000 Euro und 500 Euro Zinserträge. Von den Gesamteinnahmen in Höhe von  über 18 000 Euro kamen rund 13. 000 Euro der Sozialstation zugute. Weitere 4 000 Euro gingen als Zuschüsse an erkrankte Mitglieder. Für 600 Euro finanzierte der Verein einen Ausflug für behinderte Mitbürger und Mitglieder. Die restlichen Aufwendungen wurden für die Vereinsverwaltung erforderlich. Nach de r Rechnungslegung belief sich das Vereinsvermögen zum Ende des Berichtsjahres 2007 auf rund 26 000 Euro. „Eine solide Grundlage für die mittelfristige Gewährleistung eines umfangreichen Senioren- und Sozialangebotes am Ort“, wurde einhellig festgestellt. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass nur der Mitgliederbestand und –zuwachs dies auch langfristig gewährleistet Welcher Bedarf bei der Senioren- und sozialen Arbeit besteht, verdeutlichte Petra Allion, die kaufmännische Leiterin der Sozialen Dienste Straubenhardt-Keltern gGmbH zusammen mit Reinhold Varwig, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Einrichtung.  So sorgen derzeit rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Flotte von insgesamt 25 Fahrzeugen für eine gute und umfangreiche Versorgung, Pflege und Betreuung der aktuell rund 300 Patienten. Zur Nachbarschaftshilfe unter Leitung von Rose Reister zählen 34 Helferinnen sowie zwei Zivildienstleistende.  Auch das „Essen auf Räder“ erfreue sich mit derzeit 65 „Kunden“ steigender Beliebtheit. Ebenso werde das zwischenzeitlich von Keltern nach Straubenhardt ausgelagerte Tagespflegeangebot mit entsprechendem Abhol- und Bring-Service gut angenommen, berichtete Reinhold Varwig. Nach vielen defizitären Jahren sei es voraussichtlich in diesem Jahr erstmals möglich schwarze Zahlen zu schreiben, so Reinhold Varwig in seiner persönlichen Einschätzung auf der Versammlung. Alles in allem also eine sehr positive Entwicklung sowohl beim Krankenpflegeverein Keltern, als auch bei den Sozialen Diensten Straubenhardt–Keltern gGmbH“. Bei einem kleinen Imbiss konnten die anwesenden Gäste auf diese Erfolgsgeschichte anstoßen. Zuvor hatten Bruno und Jutta Goldhorn aus Dietlingen mit beeindruckenden Dias über Thailand die Besucher mit auf die Reise in das fernöstliche Land. Erstmals fand die Hauptversammlung nicht im Dietlinger Rathaussaal, der nur über viele Treppenstufen zu erreichen ist statt, sondern in den Räumen der Sozialstation an der Bachstraße 32 in Dietlingen, die barrierefrei,  auch für Gehbehinderte leicht zu erreichen sind.

Nach oben

Stolz auf die Nachwuchshelfer und -retter


Grelles Scheinwerferlicht, zahlreiche Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge und dazwischen über 30 Einsatzkräfte und Helfer;  Blaulicht, Motorengeräusche und hektische Betriebsamkeit überall. Dieses Bild bot sich dieser Tage zu abendlicher Stunde im Ellmendinger Klärwerk. Auffallend war dabei, dass am Rande dieses Szenarios die Feuerwehrleute mittleren Alters mehr oder minder nur beobachtend dastanden. Dies aus verständlichem Grund; denn sie waren ebenso wie viele andere , nur Zuschauer bei der ersten gemeinsamen Einsatzübung von der Jugendfeuerwehr und dem Jugendrotkreuz Keltern. Wohl an die 20 Jahre ist es her, dass eine solche gemeinsame Übung stattfand, denn so lange schon gab es kein Jugendrotkreuz in Keltern mehr. Erst im vergangenen Jahr hat sich auf Initiative und mit großem Engagement von DRK- u. Bereitschaftsmitglied Benjamin Reister wieder eine Jugendrotkreuzgruppe gebildet; „eine“, so Benjamin Reister, nach Abschluss der Übung, „auf die man stolz sein kann“ . Dass das Engagement und die Erfolge auch Früchte tragen zeigt die Mitgliederzahl, denn heute gehören dieser Gruppe schon 16 Kinder und Jugendliche an.  Stolz auf den Nachwuchs ist man auch bei der Feuerwehr und das zu recht. Zwar  hat es hier in der  Jugendarbeit nie eine Unterbrechung gegeben, „die Zahl der Jugendfeuerwehrler ist aber  immer schwankend“,  bestätigt Rosi Spinler, die Jugendwartin.  Umso erfreuter ist sie, die zusammen mit ihren drei weiteren Jugendleitern viel auf die Beine stellt um die Mannschaft bei der Stange zu halten, dass heute insgesamt 14  Jungen und Mädchen zur Stammmannschaft der Jugendfeuerwehr gehören und im kommenden Jahr sogar zwei als Anwärter zur aktiven Wehr überwechseln.

Nach oben


Auch Gesamtkommandant Joachim Straub freut sich, wenn mit spektakulären Übungen, wie der vergangenen, bei der insgesamt zwei Einsatz- und Löschfahrzeuge, Schere, Spreitzer, und weiteres technisches Gerät, also „ fast das volle Programm“  im Einsatz waren und auch mit der Kameradschaft die Jugendlichen angespornt werden. Ein solcher Ansporn war auch die Übung im Klärwerk, wo ein Verkehrsunfall mit drei Verletzten, zwei Vermissten und einem Fahrzeugbrand angenommen wurde. Alles klappte wie am Schnürchen; ob die Rettung der Verletzten aus dem Fahrzeug oder die Erstversorgung und der Abtransport, mit zwei Rettungsfahrzeugen und der Unterstützung der DRK-Bereitschaft Remchingen. Die Beobachter waren voll des Lobes über den gezeigten Einsatzeifer der Kinder- und Jugendlichen. Unisono stellten daher die hochrangigsten Übungsbeobachter Bürgermeister Ulrich Pfeifer, Gesamtkommandant Joachim Straub und DRK-Bereitschaftleiterin Liliane Augenstein fest „Auf eine solche Nachwuchsmannschaft kann man stolz sein“.  Leistungsanerkennung und Belobigung für die junge Mannschaft gab’s auch offiziell zum Schluss der Übung im Ellmendinger Feuerwehrhaus, wo die Einsatzkräfte von den Übungsbeobachtern verpflegt wurden  und der Respekt vor der „Super-Leistung“ zum Ausdruck gebracht wurde. Auch Jugendlichen selbst waren begeistert vom ersten gemeinsamen Einsatz und äußerten vielfach den Wunsch auf eine baldige Wiederholung

Pfarrerfamilie Wacker mit großer Freude in Keltern begrüßt


Einen herzlichen Empfang hat der evangelische Kirchengemeindeverband Ellmendingen-Dietenhausen und Weiler der neuen Pfarrerfamilie Wacker in Ellmendingen bereitet. Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang begrüßten über 300 evangelische Christen Günther Wacker, mit Ehefrau Irmtraud, den beiden Söhnen und einer Tochter in ihrer Mitte. Dabei wertete schon der Kirchengemeinderatsvorsitzende Wolfgang Mayer,  die große Besucherzahl als Ausdruck der Freude über die nur kurze Vakanz der Ellmendinger Pfarrerstelle. Günther Wacker trat zum 1. November die Nachfolge von Johannes Lange an, der in der Landeskirche eine andere Aufgabe übernommen hat. Dabei wurde schon mit der Anwesenheit zahlreicher Jugendlicher und junger Gottesdienstbesucher deutlich, dass der Amtsnachfolger in Keltern eine aktive junge und jung gebliebene Gemeinde übernimmt. Freude über den künftigen gemeinsamen Weg herrschte daher auf beiden Seiten. Während die Kirchengemeindeglieder, –kreise und Ältesten dies beim Einführungsgottesdienst mit Wortbeiträgen,. Musik und Gesang zum Ausdruck brachten, verdeutlichte Pfarrer Günther Wacker schon mit seiner „Einführungs-Predigt“, wie er mit „Gottes Wort“  die Dynamik im Kirchengemeindeleben erhalten und fördern will. So bezeichnete er den Glauben an Jesus Christus nicht als abstrakte Utopie, sondern als ein Kraftquell für das gemeinsame Miteinander. Dekan Axel Ebert, gratulierte der Kirchengemeinde zum neuen Mann an der Spitze, der bekannt sei für seinen kirchlichen Einsatz und überreichte dem 53jährigen Theologen, der dreizehn Jahre lang Pfarrer in Eisingen war, die Urkunde für den neuen Aufgabenbereich und Dienstbezirk. Zum Ende des Festgottesdienstes verkündete dann auch Glockengeläut die Freude über die neue Pfarrerfamilie in Ellmendingen.

Nach oben


Beim anschließenden Empfang erhielten Günther Wacker und Ehefrau Irmtraud viele Glück- und Segenswünsche. In vielen Grußworten kam auch die Freude über die nur kurze Vakanz und die Neubesetzung der Stelle, mit eben Günter Wacker zum Ausdruck, da er für viele kein Unbekannter ist.  Für die politische Gemeinde sprach Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Bischoff und bezeichnete den neuen Mann in Leitungsverantwortung, den er sowohl aus dem Kirchenbezirk, als auch als Diakoniepfarrer kennt, als „ideal für Keltern“. In seinem Grußwort, beglückwünschte Herbert Bischoff den engagierten Kirchenmann zu seiner Entscheidung für die Weinbaugemeinde. Als Vertreter der politischen Gemeinde ging er dabei auch auf die gemeinsamen Aufgabengebiete, wie Kindergärten, Jugendarbeit und Seniorenarbeit ein. Um, im übertragenen Sinne eine gute Grundlage zu schaffen überreichte Herbert Bischoff im Auftrag der Gemeinde einen Essensgutschein der örtlichen Gastronomie. Ähnliches dachten sich auch andere Gruppen-, Kreise und die Vertreter weiterer Glaubensgemeinschaften. So überreichte der Großteil der Begrüßungsgäste dem neuen Pfarrerehepaar in Ellmendingen, Geschenkkörbe, Essengutscheine, eine Einladung zum „Arbeitsfrühstück“ und leckere Energiespender. Damit sie auch kulinarisch eine gute Grundlage haben, war mit Schmunzeln aus dem Kreis der Festgäste zu vernehmen
Videopräsentation der Gemeinde Keltern
 

Nach oben

Weinfest Ellmendingen


KELTERN-ELLMENDINGEN wg. Ellmendingens neue Weinkönigin kommt aus Dietlingen. Die feierliche Krönung der neunzehnjährigen Meike übernahm ihre Vorgängerin Nadine beim 42.  Weinfest in der Winzerhalle. Der Musikverein Ellmendingen machte es richtig spannend und sehr geheimnisvoll und unterhielt die Gästen mit schwungvollen Melodien. Dirigent Bruno Sautner holte die Gesangsolisten Kevin Mayer, Isabell Hoppe, Elke Mayer und Stefan Schick aus seinem Orchester ans Mikrofon, die bekannte Schlager und Evergreens sangen. Der Jubel des Publikums in der fast voll besetzten Winzerhalle war ihnen sicher. Sehr unterhaltend und locker waren die kurzen Moderationen von Diana Hauber und Frank Kern.

Meike versprach in ihrer Antrittsrede, die gute Qualität des Weins aus Ellmendingen  und auch aus Dietlingen weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt zu machen und den Weinort zu repräsentieren. Doch wie kommt eine Schwäbin aus Schönaich, die vor 14 Jahren im badischen Dietlingen „eingebürgert“ wurde, zu den hohen Ellmendinger Ehren? „Dr Babba hat gsagt, des machsch du jetzt und fertig“, erklärte die neue Weinkönigin Meike aus der Bäckerei Wolff auf Nachfrage. „Aber ich hätts auch so gerne gemacht.“ Meike ist im letzten Ausbildungsjahr zur Restaurantfachfrau. Sie war schon einmal bei einer Weinlese in Durbach und im Ausbildungsbetrieb erfuhr sie bei Weinproben viel über den köstlichen Rebensaft. Zum Antritt als königliche Hoheit des Weinortes sprach sie den Vierzeiler: „Nimmst du täglich deine Tropfen – wird stets dein Herz freudig klopfen.- wirst im Alter wie der Wein – stets begehrt und heiter sein.“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gab die Weinkönigin Nadine ihr Amt ab. „Es war ein schönes Jahr. Anfangs war ich noch sehr aufgeregt, wenn ich auf der Bühne reden sollte, das hat sich aber gelegt.“ Sie schlenderte über Straßenfeste mit ihrem Weinknecht Markus, besuchte das Oechslefest, das Weinfest in Enzklösterle, nahm an Weinwanderungen teil und warb für den Ellmendinger Wein. Neben ihrer beruflichen Aufgabe in der Notaufnahme des Krankenhauses sei das manchmal schon stressig gewesen. Weinkönigin Meike muss die Gesellenprüfung während ihrer Amtszeit auf die Reihe bringen. Bürgermeister Ulrich Pfeifer hat es an der Seite von Weinkönigin Nadine auch sehr viel Spaß gemacht. „Ich freue mich, dass wir mit Meike wieder eine engagierte und interessierte Weinkönigin gefunden haben, die unseren Ort repräsentiert.“ Der Musikverein Ellmendingen  überreichte Meike einen silbernen Schwan zum Amtsantritt.

Das 42.Weinfest am Wochenende mit viel Musik und Tanzgelegenheiten für jedes Alter wurde vom Wetter nicht gerade verwöhnt. Aber selbst beim strömenden Regen war kein Platz mehr frei in den Zelten auf dem Lindenplatz. Beim Weinbrunnen lauschten die Besucher den Klängen der Musikvereine und hatten sich viel zu erzählen.          

Nach oben

Ellmendinger Kirchenschatz ist gut verwahrt


Was Schülern oft ein Graus ist und sich überwiegend auf das Einprägen von Jahreszahlen und Ereignissen beschränkt, kann sich im Alter interessant, ja sogar spannenden darstellen. Die Rede ist von Geschichtsschreibung und -recherche. So entdecken immer mehr Zeitgenossen, auch hierzulande die Heimat- und Ahnenforschung als spannendes Hobby. Voraussetzung ist allerdings: genügend Zeit, etwas Geschichtswissen und eine Brise kriminalistischer Spürsinn. Dies fördert dann oft Vergessenes, Erstaunliches und öfters damit auch verbunden Stolz auf die eigenen Wurzeln zutage. So hat auch Reinhard Deeg aus Ellmendingen eine, ihm verborgene und nur Wenigen bekannte Geschichte recherchiert. Die Geschichte eines kleinen Kirchenschatzes, bestehend aus einem goldenen Abendmahl-Kelch und einem dazugehörigen goldenen Brot-Teller. Wenngleich dieses Abendmahlsgeschirr, gemessen an anderen Kirchenschätzen etwas bescheiden wirkt, für eine Dorfgemeinde wie Ellmendingen war und ist diese nachweisliche Stiftung aus dem Jahr 1651 doch von gewisser Bedeutung und geschichtlichem Erinnerungswert. Heute nicht mehr in Gebrauch wird der „Ellmendinger Kirchenschatz“ sicher verwahrt. Aufmerksam auf dieses kirchengeschichtliche  Kleinod wurde Reinhard Deeg bei der Suche seinen Urahnen. Deren nachweisliche Wurzeln gehen die auf Zeit kurz vor und nach dem 30jährigen Krieg zurück. Mit Akribie hat Reinhard Deeg in diesem Zusammenhang Geschichtsbücher, insbesondere auch die Stadtgeschichte von Durlach studiert und das Internet bemüht. Bei der Suche nach der Abstammung mütterlicherseits, über die Familien Augenstein, galt das Augenmerk den Kirchenbüchern.

Nach oben


Aus den, nach dem 30-jährigen Krieg wiederhergestellten Unterlagen geht hervor, dass damals in Ellmendingen nur vier Familien Augenstein lebten, aus deren Linien heute rund 300 Kelterner hervorgingen. Bei der Spurensuche nach den Deeg’s in Ellmendingen stieß der heute 71-jährige auf die Geschichte des „Ellmendinger Kirchenschatzes“. So wird in einem Kirchenbucheintrag von Pfarrer Michael Gerbers (1648-1653) festgehalten, dass der am 1. Mai 1651 in Ellmendingen verstorbene Leutnant Erhard Deeg als „sein Bekenntnis zum Glauben“ der Kirche die Stiftung vermachte. Leutnant Deeg, der Urahn der Ellmendinger Linie Deeg, stammt ursprünglich aus Hof an der Saale im Vogtland. Als schwedischer Offizier kämpfte er, nach der Recherche von Reinhard Deeg kämpfte er in den Truppen von König Gustav im  europäischen Glaubenskrieg an der Seite von General Horn. „Er besetzte Baden von Mannheim bis zur Kinzig und über den Schwarzwald bis zum Bodensee“. Mit dem Eintritt des französischen Heeres 1638 wechselten in der hiesigen Region die Besatzungen ständig  zwischen den Kaiserlichen und den Schwedischen in der hiesigen Region, insbesondere im Bereich um Durlach. Das schwedische „Regiment Löwenhaupt“, mit Leutnant Deeg, so die Geschichtsschreibung, hielt Durlach bis über den westfälischen Frieden von 1648 noch ein Jahr besetzt. So lange die Kriegsentschädigung nicht geleistet war, blieben die Truppen im Land. Nachdem der badische Markgraf in der Lage gewesen sei, die Entschädigung zu leisten, ließen sich die Kriegsveteranen und Offiziere mit ihren Familien im hiesigen Raum nieder. So kam auch Erhard Deeg, mit seiner Frau Anna Elisabetha („obgleich aus Prag stammenden und katholischen Glaubens“) zusammen mit ihrem neugeboren Sohn Wilhelm nach Ellmendingen. Für diese Zeit ist der Geschichtsschreibung, basierend auf den Kirchenbüchern und dem Testament des verstorbenen Leutnants zu entnehmen, dass der kriegsverletzte Veteran und seine Ehefrau ihr Silber-Hab und -Gut an den Pforzheim Goldschmied Abraham Schober gaben um aus dem Erlös ein goldenes Abendmahlgeschirr anfertigen zu lassen. “Es war 28 Lot und 3 Güldlein; Alles kostete zusammen 35 Dukaten samt Macherlohn. „Es ist ein schön Pfand;  Gott vergelt’s  dem Verstorbenen im Himmel und segne die Hinerbliebenen an Leib und Seele.“  Ein seliger Wunsch der heute, nach Auffassung von Reinhard Deeg nicht nur über den Ellmendinger Deeg’s ruht. 

Verein „Historische Kelter Dietlingen“ präsentierte die Vielfalt der Kelterner Weine


„Vielfalt! Vielfalt!“ ist die Losung, die Kai-Michael Beyrow in der Alten Kelter in Dietlingen beschwört. Gemeint ist der Kelterner Wein, um dessen Vielfalt und Tradition sich der Verein „Historische Kelter Dietlingen“ bemüht. Seit letztem Jahr haucht der Verein, dem Beyrow vorsteht, dem Gebäude wieder Leben ein. Nicht nur, dass umgebaut wird und originale bauliche Strukturen freigelegt werden sollen. Vor allem die Kellerräume sind ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt worden: dort wird jetzt wieder Wein gemacht. „Wir haben zur Zeit etwa 45 Mitglieder, davon ein Drittel aktive Winzer, die selbst Wein machen oder sich darin versuchen wollen“, erläutert Rudolf Armbruster, Vorstandsmitglied der „historischen Kelter“ und selbst Winzer.  Aber die Krönung der schöpferischen Arbeit im Keller ist doch das gemeinsame Verkosten. So ist auch die Idee zur Weinprobe in der Kelter entstanden, die jetzt erstmals veranstaltet wurde. „Dabei geht es uns aber nicht nur darum, das selbst Hergestellte zu präsentieren, sondern um die ganze Vielfalt der Weine, die aus Kelterner Trauben hergestellt werden“, erläutert Beyrow. „Egal, ob sie nun von Hobby-, Genossenschafts- oder Haupterwerbswinzern kommen.“

Nach oben


Die eigenen Weine sind ja schon vor Ort, die anderen haben die Vereinsmitglieder im Laden gekauft. Oder sie wurden von den Gästen der Weinprobe selbst mitgebracht, wie die Weine von Alfred Schweitzer und Walter Appenzeller, beide Gemeinderäte in Keltern und passionierte Winzer. Damit es möglichst objektiv zugeht, ist die Probe eine „verdeckte“, bei der der ausgeschenkte Tropfen zunächst nicht bezeichnet wird. Eine Menge Arbeit wartet auf die Gäste, denn gefragt ist eine dezidierte Beurteilung jedes Weines und nicht nur ein summarisches „schmeckt - schmeckt-nicht“ (wobei ohnehin keiner der 16 Weine Gefahr lief, letzteres Prädikat zu erhalten). „Color – Odor – Sapor“, „Aussehen – Duft – Geschmack“ und das charakterliche Gesamtbild gilt es nach mehr als einem Dutzend Unterkategorien zu beurteilen, maximal 20 Punkte kann ein Wein erreichen.


Verkostet wird nach Rebsorten, zunächst sind vier Weißweine dran, dreimal Müller-Thurgau als führende Weißweinrebe Kelterns, und ein Riesling. Bevor gelüftet wird, welcher Wein von wem ist, erfolgt die kundige Weinansprache durch den Fachmann. Josef Watzl, Winzer und Diplom-Önologe aus Calw berät und unterrichtet in Sachen Wein und zeigt in der Alten Kelter, wie eine präzise Weinansprache aussehen kann. Technisch orientiert, beleuchtet Watzl die Hintergründe, wie der einzelne Wein zustande gekommen sein dürfte -  und verblüfft mit der Treffsicherheit seiner Analysen. Watzls Zunge entgeht es nicht, wenn ein Wein ein bisschen früh gelesen wurde, kalte Nächte vor der Ernte hatte, das Lesegut etwas Botrytis-belastet war oder die Gärung vorzeitig abgebrochen wurde. Die zweite Probenrunde galt dem Schwarzriesling, die dritte dem Blauen Spätburgunder, den beiden führenden Rotweinreben in Keltern. Der „gute, ausgewogene Holzeinsatz“ bringt den einen Tropfen voran, „eine total untypische Frucht“ wirft den anderen zurück. Nach 17 Proben ist für dieses Mal Schluss, aber nicht, weil es nicht noch mehr Kelterner Weine gäbe. „Uns ist die Auswahl im Vorfeld der Präsentation nicht einfach gefallen“, bekennt Rudolf Armbruster. Auch wenn die Professionalität der Erwerbswinzer bei der verdeckten Weinprobe klar zum Ausdruck kam – verstecken brauchen sich auch die ernsthaften Hobbywinzer nicht. Die Weinprobe in der Alten Kelter in Dietlingen soll zur festen jährlichen Einrichtung werden. Beim nächsten Mal ist der 2007er an der Reihe.
Text und Fotos: Schott

Dietlinger Pappelallee ist landschaftsprägend aber auch eine Konkurrenz für die Reben


„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ meint ein geflügeltes Wort und bringt damit zum Ausdruck, dass sich alles in stetiger Veränderung befindet. Dies gilt gleichermaßen für gesellschaftliche Entwicklungen wie auch für die Natur. Augenfällig wird dies auch im Bereich der Dietlinger Hochstraße, oberhalb der Reblagen des Klepbergs. Im Volksmund,wegen des weithin sichtbaren Baumbestandes als  „Pappelallee“ bezeichnet,  reihen (besser: reihten) sich auf dem markanten Höhenzug Baum an Baum. Anfangs der 50er Jahre im Zusammenhang mit der Rebflurbereinigung als Windschutz und zur Vermeidung von Kaltluftabfluss über die Weinberge gepflanzt, ist diese Allee heute fast so „kariös“, wie die Reblagen darunter. Eigentlich zum Schutz der Reben und Weinberge gepflanzt, hat sich diese Maßnahme im Laufe der Jahrzehnte mit fortschreitendem Wachstum der Bäume und des Gehölz, als „Bärendienst“ erwiesen. Nicht nur, dass sich die Winzer über die Hecken als Unterschlupf für (unerwünschte Erntehelfer) die Vögel beschwerten, größer noch war und ist teilweise heute noch der Ärger über die Wasserkonkurrenz.

Nach oben


Bis zu 20 Meter (die Bäume haben zwischenzeitlich eine stattliche Größe von 25 bis 30 Meter) sind die Pappelwurzeln in die Reblagen eingedrungen und schmälern den Ertag. (sie nebenstehenden Aufnahme enstand Mitte der 80er Jahre) Üblicherweise ist die flachwurzelnden Baumart (in Dietlingen sind dies überwiegend Hybrid-Pappeln) in feuchten Auenbereichen oder an Wasserläufen anzutreffen. Warum oder auf wessen Empfehlung die Bäume vor über 50 Jahren auf dem Muschelkalk-Höhenzug mit nur mäßiger Erdüberdeckung gepflanzt wurden, ist nicht mehr nachvollziehbar. Vermutlich sollte das schnelle und gleichmäßige Wachstum eben für einen schnellen und gleichmäßigen Windschutz für die Reben sorgen. Damals mit einer Stammhöhe von nur zwei Metern und einem gleichmäßigem Abstand zueinander mit Hecken dazwischen, gepflanzt entwickelte sich ich die Baumallee in Laufe der Jahre zum festen Bestandteil im Landschaftsbild. Um den Belangen der Winzer und des Landschaftsschutzes gleichermaßen Rechnung zu tragen, hat man Ende der 80er Jahre versucht durch intensives Tiefpflügen und behutsames Auslichten einen Interessensausgleich zu schaffen. Wind und Wetter trugen zusätzlich zum natürlichen Interessensausgleich bei. Zwischenzeitlich hat sich auch die Situation im Weinbau etwas verändert und die „Ärger“ der Winzer über die Wasserkonkurrenten, nicht zuletzt auch wegen des rückläufigen Weinanbaus,  abgeebbt. So betrachtet, zumindest der Außenstehende heute die Pappelallee, als gewachsenes und unverwechselbares Landschaftsmerkmal für Dietlingen. Dabei gehen die Experten davon aus, dass die Bäume bereits „ihr Alter“ haben und in 20 – 30 Jahren das Bild an dieser Stelle ganz anders aussehen wird. 

Auch Ökowinzer Gerhard Neye, der in diesem Bereich vor Kurzem neue Weinberge angelegt hat, bezeichnet die Pappelallee heute, zumindest optisch, als Sympathieträger für den heimischen Weinbau. In diesem Sinne ist auch das Weinfest unter dem Motto „Wo Wein wächst“ am letzten Augustsonntag (27.08.06) an dieser Stelle, Bestandteil der Symbiose zwischen Weinbau, Natur und Landschaftsgenuss. In diesem Zusammenhang spricht der Kenner vom sogenannten Terroir, dieser Symbiose die, auch im Geschmack des Weins zum Ausdruck kommt. Was den neuen Weinjahr anbelangt, so zeigen sich die heimischen Winzer mit dem derzeitigen Wachstumsstadium zufrieden. Das Traubengut ist gesund und die Rotweintrauben beginnen zu färben. Dies ist nun der Beginn des Reifeprozesses der sich je nach Witterung noch einige Zeit hinziehen kann. Als Lesebeginn wird witterungsabhängig Ende September genannt, wobei die momentan etwas fehlende Sonneneinstrahlung wesentlich sein dürfte. Hagelschäden gab es in nur in geringem Umfang, so dass 2006 wieder mit einem qualitativ und quantitativ guten Jahrgang zu rechnen ist   


Heute ist die Pappelallee Ein beliebter Wanderweg; einerseits der herrlichen Fernsicht wegen, andererseits auch wegen der markanten Pappeln, die sich sowohl aus der Nähe als auch aus der Ferne als einzigartiges und markantes Landschaftsmerkmal darstellen Noch vor Jahren waren die Reihen an der Dietlinger Pappelallee dicht geschlossen, heute sind die Reihen ausgedünnt, trotzdem ist die Pappelallee auch heute noch ein weithin sichtbares Landschaftsmerkmal. 1991 ließ es sich der damalige Landwirtschaftsminister Gerhard Weiser zusammen mit der Politprominenz nicht nehmen den Kelterner Weinwanderweg an der Dietlinger Pappelallee, einzuweihen.

Die Wurzeln von Goodyear-Gründer Frank A. Seiberling reichen bis nach Ellmendingen


Die in jüngster Vergangenheit auf politischer Ebene etwas abgekühlten deutsch-amerikanischen Beziehung scheinen wieder etwas in Gang zu kommen. Nicht zuletzt der herzliche Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus symbolisierte, dass beiden Seiten daran gelegen ist, die  gewachsenen Beziehungen neu zu beleben; dies auch vor dem geschichtlichem Hintergrund, dass  zahlreiche Auswanderergeneration den wirtschaftlichen Erfolg Amerikas mitbegründeten und seit Generationen unzählige verwandtschaftliche Verhältnisse über den „großen Teich“ hinweg bestehen. Heute sind viele Nachfahren deutscher Auswanderer auf  Spurensuche in der Alten Welt. Nachdem sie in den Staaten mit Recherchen in Archiven, Logbüchern von Auswandererschiffen und in Namenlisten den Grundstein zu Ihrer Ahnenforschung legen, werden hierzulande Kirchenbücher gesichtet, Gemeindearchive durchforstet, Ortskundige oder Namensgleiche in der „alten Heimat“ bemüht und Heimatkundler befragt. Dabei kommt oft Erstaunliches zu Tage und mancher ist in good old Germany erstaunt, zu welchem Ruhm es die Nachfahren im fernen Amerika gebracht haben.

Nach oben


In diesem Sinne ist auch das Ergebnis einer jüngsten amerikanisch-deutschen Ahnenforschung schon eine kleine Sensation. Recherchen diesseits und jenseits des Atlantik haben ergeben, dass die Gründerväter des weltgrößten Gummi- und Reifenkonzerns Goodyear ihre Wurzeln in Ellmendingen haben. Diese Erkenntnis förderte Walter Arnold als profunder Kenner der  Ellmendinger Heimatgeschichte und langjähriger Vorstand des Arbeitskreis Heimatpflege und Kunst zutage. Vor vier Jahren wurde er durch den Besuch der Familien Chapman aus  Akron/Ohio und Byrd aus Hendersonville/Northcarolina in Ellmendingen aufmerksam. Sie waren auf der Suche nach den verwandtschaftlichen Wurzeln der Familien Säuberlich (später amerikanisch/englisch Seiberling) auf den „Fall“ aufmerksam. Dabei zeigten sich im Laufe der Nachforschungen sogar persönliche verwandtschaftliche Verhältnisse zu den Seiberlings’, Chapman’s und Byrd’s. Außerdem ergab die akribische Aufstellung eines Stammbaum auch, dass der vor kurzem, als einer der großen Raketenpioniere in Amerika verstorbene Bruno Augenstein   auf die Ellmendinger Linie der Familie Säuberlich zurückgeht. Allerdings ist heute der Familienname Säuberlich in Ellmendingen heute nicht mehr verzeichnet. Die Erwähnung eines gewissen Jakob Säuberlich ist auf der Ehrentafel der Teilnehmer des 1870er-Krieges am Haus Durlacher Str. 2 noch vorhandenIn Ellmendingen. In der Region dagegen, ist der Name noch öfters vertreten.


Beseelt von der Idee im Kelterner Heimatmuseum zum gegebenen Zeitpunkt eine umfassende Ausstellung zur Auswanderergeschichte und den Pionieren aus der Heimatgemeinde präsentieren zu können, hat der heute 78-jährige sehr geschichtsinteressierte Walter Arnold sich intensiv  mit der Familiengeschichte „ Seiberling“ befasst. Mary-Ann Byrd und Ehemann Clinton, die vor Kurzem erneut in Ellmendingen weilten, hatten die Familiengeschichte (The Seiberling-Family in America 1611 – 1889) bereits in einem ersten Manuskript niedergeschrieben. Zu dem, für den 15. und 16. Juli dieses Jahres in Akron/Ohio, dem Stammsitz von Goodyear geplanten, weltweiten Seiberling-Familientreffen wollen die Nachfahren des Firmengründers Frank A. Seiberling (geb. 1859) die gesamte Familiengeschichte in einer zweibändigen Dokumentation präsentieren. Hierzu hat auch Walter Arnold seinen Beitrag geleistet. Er konnte anhand von Kirchenbüchern und der Aufstellung eines Stammbaums nachweisen, dass die Wurzeln der Seiberling-Family und Goodyear Gründer auf den Ellmendinger Michael Säuberlich, der vermutlich im heutigen Haus Ettlinger Straße 10 gewohnt hat, zurückgehen. Den Recherchen von Walter Arnold zufolge, war dieser 1741 im Alter von 42 Jahren mit seiner Ehefrau Sarah (geb. Spiegel aus Ottenhausen) mit zwei Söhnen und zwei Töchtern nach Amerika ausgewandert. Aus den Kirchenbüchern ging außerdem hervor, dass dessen Eltern und Großeltern jeweils Löwen-Wirte in Ellmendingen waren. In der neuen Welt gründete die Familie Säuberlich (Seiberling) eine neue Existenz. Die Nachfahren gründeten 1880 zunächst die Indiana Rubber & Insulated Wire Company in Jonesboro/Indiana. Fast zwei Jahrzehnte später, 1898 legte dann Frank A. Seiberling in Akron/Ohio mit der Goodyear Tire and Rubber Company, den Grundstein zum Wirtschaftsimperium des heute weltgrößten Gummi- und Reifenkonzern. Die Firmenbenennung erfolgte nach Charles Goodyear, dem Entdecker des Vulkanisationsverfahrens, der trotz seiner revolutionären Idee später verarmt starb.


1921 verlies der 1859 geborene Firmengründer Frank A. Seiberling die Firma und gründetet eine heute noch existierende Reifenfirma Seiberling (Seiberling Rubber Company Akron/Ohio). Ihr wird auch die Entwicklung des ersten Luftreifens mit Schlauch 1935 zugeschrieben. Das von Frank A Seiberling in Akron, dem Stammsitz von Goodyear errichtete prachtvolle Schloss „Stan Hywet Hall an Gardens“ vermachte der 1955 verstorbenen Firmengründer  als Stiftung an die Vereinigten Staaten. Hier wird im Juli diese Jahrs auch das Seiberling-Familientreffen stattfinden, auf das sich nicht nur Mary Chapman und  Mary Ann Byrd, die beiden Enkelinnen des Reifen-Imperium-Gründers Frank A. Seiberling. sondern auch andere überwiegend in USA lebenden  Mitglieder der Seiberling-Family, zu der, wie sich zeigte weit, weit entfernt auch Walter Arnold aus Ellmendingen zählt. So fördert intensive Ahnenforschung oft Erstaunliches zu Tage .
Seiten-Optionen
:: Suchen
:: Druckversion
:: Barrierefreie Version
:: Sitemap
Quick Links
:: Notfall
:: Formulare
:: Sprechzeiten
:: E-Postkarten
:: Gewerbe eintragen
:: Verein eintragen
:: Bildergalerie
:: Login Datenbank-Tool
Externe Links
:: Telefonbuch
:: Deutsche Post
:: Verkehrsverbund (VPE)
:: VHS Pforzheim
:: Stat. Landesamt
:: Landratsamt Enzkreis
Netz der Region
Marktplatz Nordschwarzwald