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Hohe Auszeichnung für Bäckerei Augenstein |
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Mit einem Tag der offenen Tür und einem gebührenden Straßenfest hat die
Bäckerei Augenstein am Sonntag vor dem Hauptgeschäft an der Dietlinger
Bachstraße 56 ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Weit über 1 000 Besucher
aus Keltern und allen fünf Filialstandorten sowie zahlreichen Ehrengäste
aus Politik und Wirtschaft waren gekommen um dem Familienbetrieb, der nun schon
in der dritten Generation geführt wird, ihre Reverenz zu erweisen. Einen Tag
lang feierte man das „einmalige“ Jahrhundertereignis. Dabei waren insbesondere
Walter und Brunhilde Augenstein angetan, ja fast schon gerührt von den vielen
anerkennenden Worten für ihr Lebenswerk. So unterstrich nach der über
viertelstündigen Begrüßung von Honoratioren und Ehrengästen als Erster Kelterns
Bürgermeistermeister Ulrich Pfeifer den Stellenwert und die Bedeutung des
Handwerksbetriebs für die Gemeinde. Er sah und sieht in der Bäckerei nicht nur
die Produktionsstätte für Backwaren, sondern vielmehr eine Art Begegnungsstätte
und Kommunikationszentrum; vor allen Dingen aber auch die
Ausbildungsstätte von über 70 Lehrlingen in den zurückliegenden 40 Jahren. Als
äußeres Zeichen für die Verdienste von Walter Augenstein und seinem Team gab‘ s
neben einem Wandteller dann zwei Flaschen des ersten unverkäuflichen
Kelterner Gemeindeweins, einen 2009er Riesling, trocken. Landrat Karl Röckinger,
hatte für den engagierten Bäckermeister, dessen erklärtes Ziel es ist die
Bäckerei im kommenden Jahr an Tochter Silvia, dann in der vierten Generation zu
übergeben, die Ferdinand-von Steinbeiß-Medaille mitgebracht. Mit dem Hinweis,
dass Ferdinand Steinbeiß aus Niefern-Öschelbronn ein Pionier der
Wirtschaftsförderung gewesen sei und das Festhalten an der Tradition nicht das
Aufbewahren der Asche, sondern vielmehr die Weitergabe des Feuers sei,
unterstrich er das Engagement von Walter Augenstein für seine Kundschaft, die
Mitarbeiter und das Bäckerhandwerk überhaupt. Für die politischen
Mandatsträger, die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast und
SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Knapp würdigte FDP-Landtagsabgeordneter Dr.
Hans-Ulrich Rülke, das Engagement des Bäckermeister für seinen Berufsstand und
das Handwerk auf Landesebene. Allesamt überreichten sie zum
Betriebsjubiläum Geschenke und Urkunden. Die augenfällig größte Urkunde
überreichte der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe Joachim Wohlfeil. In
seiner Laudatio auf Walter Augenstein unterstrich er auch mit heiteren
Worten und einem Zitat des Reformators Martin Luther „Tritt fest auf, mach’s
Maul auf, hör bald auf“ die Lebensphilosophie von Walter Augenstein. Die
Vermittlung von Werten und das Festhalten an der Handwerkstradition mit seinen
regional individuellen Besonderheiten ist auch ein Anliegen von Walter
Augenstein, der in seiner Dankabstattung unterstrich sich auch künftig für
seinen Betrieb und seinen Berufsstand einzusetzen. |
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Joachim Rau verabschiedet |
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Eine besondere Ehre wurde dem Dietlinger Joachim Rau im Rahmen des
Sonntagsgottesdienstes sowohl von der Kirchengemeinde, als auch der politischen
Gemeinde zuteil. Genau 42 Jahre und zwei Monate hat der heute 61-jährige
täglich die Kirchturmuhr, den „offiziellen Zeitgeber für die Einwohnerschaft“
aufgezogen, bis er infolge eines Verkehrsunfalls, ab November vergangenen Jahres
seinen Dienst nicht mehr versehen konnte. Mit einem Kostenaufwand von rund 12
000 Euro hat daraufhin die, für die Uhr zuständige politische Gemeinde den
Uhrantrieb von mechanisch auf elektrisch umstellen lassen. Mit weiteren 3 000
Euro sollen nun im Rahmen der ab Oktober vorgesehenen grundlegenden
Kirchensanierung auch noch Zeiger und Zifferblatt aufgefrischt werden. Mit
anerkennenden Worten und lang anhaltendem Applaus bedankten sich die
Kirchenbesucher, Bürgermeister Ulrich Pfeifer und Pfarrerin Bettina Ott für die
jahrzehntelange, pflichtbewusste Aufgabenerfüllung durch Joachim Rau. Als
Abschiedsgeschenk gab’s dann von der politischen Gemeinde einen Reisegutschein
und von der Kirchengemeinde eine Armbanduhr mit der Abbildung der Kirche und des
Turmuhrwerks auf dem Zifferblatt. Im Rahmen des Gottesdienstes eröffnete
Pfarrerin Bettina Ott auch, dass sie Anfang Februar kommenden Jahres die
Gemeinde verlassen werde. Gleichzeitig war zu erfahren, dass die geplante
Kirchenrenovierung noch im Oktober dieses Jahres beginnen soll und dann circa
neun Monate dauern werde. Während dieser Zeit ist man dann zu Gast in der
Katholischen Kirche an der Bachstraße. Rund 365 000 Euro werden für die
Kirchensanierung erforderlich, wovon die Kirchengemeinde rund 120 000 Euro
selbst tragen muss. Mit Veranstaltungen, Festen und Spenden hofft man diesen
Eigenanteil schultern zu können. Im Zusammenhang mit Kosteneinsparung ist man
derzeit noch auf der Suche nach einem trockenen Lagerplatz, eine Scheune oder
einem leer stehenden Gebäude. Einen ersten finanziellen Grundstein für die
Kirchensanierung hat die Kirchengemeinde am Sonntag auch mit der Kollekte und
der anschließenden Volksliedermatinee gelegt. Weitere Aktionen sollen noch
folgen |
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Melanie Reinle als neue Jugend-Sozialpädagogin begrüßt |
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Melanie Reinle heißt die neue Jugendsozialarbeiterin die am 1. Juli
als Nachfolgerin von Jasmin Milovcic in Keltern ihre Stelle angetreten hat.
Gemeinsam mit Sozialarbeiter Stefan Birr, der bereits seither für die
Koordination der Jugendarbeit in Keltern zuständig war, ist sie künftig für das
Kinder- und Jugendcafe, sowie die Begleitung der Jugendlichen im Kelterner
„Jugendzentrum“ zuständig. Nach ihrem Studium der Sozialpädagogik in
Stuttgart hat die heute 30-jährige Karlsbaderin erste Erfahrungen bei der Stadt
Karlsruhe, zunächst in der offenen Kinder und Jugendarbeit im Jugendtreff
„Lo-Li“ und später beim Schülerhort „Grazer Straße“ gesammelt. Somit scheint sie
ideale Voraussetzung für Keltern mitzubringen. Beim gestrigen Amtsantritt
freuten sich dann sowohl Personalamtschef Jürgen Germann, Schulleiter Volker
Schneider, Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer (v.l.) sowie Stefan Birr (r.)
auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen, als
auch der Gemeinde. |
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Jutta Faulhaber in den Ruhestand verabschiedet. |
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Im Alter von 65 Jahren und nach 11 Jahren als Reinemachefrau an der
Speiterling-Schule in Dietlingen ging zum Ende vergangenen Monats Frau Jutta
Faulhaber in den wohlverdienten Ruhestand. Bei der Verabschiedung im
Dienstzimmer von Bürgermeister Ulrich Pfeifer und im Beisein von
Personalamtschef Jürgen Germann und dem Personalratsvorsitzenden Peter Dörr
wurde in den Gesprächen manche Erinnerungen wachgerufen.
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„Ellmendinger Sommer“ - Straßenfest mit besonderem Flair |
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Seinem Namen alle Ehre machte der „Ellmendinger Sommer“, wie das alle zwei
Jahre stattfindende Straßenfest mit seinem unverwechselbaren Flair entlang des
Arnbachs seit 2008 heißt. Wenngleich am Freitagabend, zum Auftakt des
dreitägigen Fests die Besucherzahlen nicht ganz die Erwartungen der Veranstalter
erfüllten und man resümierte „Viel guck – wenig ess’ und trink“, so änderte sich
dieses Bild am Samstagabend zusehends. Auch hier kam der Großteil der Besucher
erst nach Einbruch der Dunkelheit um bei lauen Temperaturen den bunten Mix aus
guter Unterhaltung und kulinarischen Besonderheiten zu genießen. Neben Essen und
Trinken wurde dabei allerhand Kurzweil geboten. In diesem Sinne war die Alte
Kelter mit ihrem Hobby-Künstlermarkt, mit textilen Arbeiten, Bildern, Objekten,
Schmuck und Holzarbeiten ein besonderer Anziehungspunkt. Viel Lob wurde auch der
Christlichen Gemeinschaft, sowohl für die jugendlichen Choreografien, als auch
für ein sonst recht umfangreiches Programm zu teil. Als Besonderes gab’s hier
ein „Zelt der Stille“, das mit Pflanzen und Objekten hübsch arrangiert und mit
einfühlsamer Musik unterlegt eine Art Festoase war. Wer allerdings mehr die
„Hitze der Nacht“ suchte kam auf der „Partymeile“ auf der Durlacher Straße voll
auf seine Kosten. Schon gegen 22 Uhr war auf der einen Seite des Arnbachufers,
mit vielen Bars und Bandauftritten kaum ein Durchkommen, eine Atmosphäre die
besonders dem überwiegend jungen Publikum gefiel. Wer’s dagegen mehr
gemütlicher, aber kaum ruhiger wollte, der fand auf der anderen Seite des
Arnbachs, in Hinterhöfen und in Zelten ebenso ein breites Angebot. Insgesamt
hatten auch diesmal über 20 Vereine dafür gesorgt, dass jeder auf seine Kosten
kam und für jede Altersklasse das rechte Angebot vorhanden war. Auch das
Jugendzentrum das über die gesperrte Ortsdurchfahrt von vielen jungen, gut
gelaunten Gästen besucht wurde, zeigt sich als ein nicht wegzudenkender
Publikumsmagnet. Von kleineren Unwegsamkeiten, wie es ein solch großes Fest mit
sich bringt, gab’s für die Veranstalter und Organisatoren einhelliges Lob. Auch
in der Zukunft will man an dem Konzept, freitags Festauftakt, samstags Party-
und Amüsiermeile, sonntags, Familienangebot, vom Festgottesdienst über ein
reichhaltiges Mittagstischangebot, bis hin zu „Public-Viewing“ festhalten. Wie’s
im kommenden Jahr mit dem „Feschd“ in Dietlingen aussieht bleibt dagegen noch
abzuwarten
Weitere Bilder hier
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Beim Jubiläumsfest sagte Helmut Lehmann adieu |
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Im Rahmen des Jubiläumsfestes zum 20jährigen Bestehen des Seniorentreffs
Dietenhausen wurde dem 82-jährigen, seitherigen Organisator Helmut Lehmann große
Anerkennung zu teil. Gesundheitlich etwas angeschlagen, hatte der „Motor des
Unternehmens“ bereits im Vorfeld angekündigt nicht mehr die Organisation
übernehmen zu können. Eine Ankündigung die nach zwei Jahrzehnte langem
Engagement mit Verständnis aufgenommen wurden. So war es für Bürgermeister
Ulrich Pfeifer dann eine Ehre die Verdienste des, für seinen Heimatort und den
Seniortreff überaus stark engagierten Helmut Lehmann, zu würdigen. Er
bescheinigt, dass durch den Einsatz von Helmut Lehmann die Lebens- und
Liebenswürdigkeit des 350 Seelen-Ortes weiter gesteigert worden sei und
unterstrich die große Hilfsbereitschaft des ehemaligen Gemeinderats. Auch
Herbert Nentwig der als Sprecher des Seniorentreffs das Wort ergriff,
bestätigte, dass durch Helmut Lehmann die Gemeinschaft der älteren Generation
zusammen gehalten wurde und bedankte sich namens der rund 40 „Mitglieder“ für
viele schöne, heiter und informative Stunden und Veranstaltungen. So gab’s zum
Abschied „vom Amt“ für Helmut Lehmann ein Erinnerungsfoto der
Seniorentreff-Gruppe und von Johanna Nentwig noch 20 rote Rosen. Kelterns
Bürgermeister, dem Helmut Lehmann zuvor versprochen hatte, weiter für die
Vermietung des Bürgersaals und der Kelter verantwortlich zu sein,
hatte ein Weinpräsent und einen Gutschein für einen Besuch in der weithin
bekannten örtlichen Gastronomie für den verdienten Mitbürger parat.
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Überzeugungsarbeit für die Ortskernsanierung in Weiler |
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Ein Stück weiterkommen will die Gemeinde Keltern beim Langzeitprojekt der
Ortskernsanierung in Weiler. Nachdem man bereits zwei Anläufe zur Aufnahme in
das Landessanierungsprogramm genommen hat, soll im kommenden Jahr der Antrag
erneut gestellt werden. Zwischenzeitlich ist das Sanierungsgebiet mit insgesamt
neun Hektar, auch im weiteren Bereich um die Dorfkirche und den ehemals
außerhalb gelegenen Kleinbahnhof formell ausgewiesen. Ab dieser Woche erfolgen
in persönlichen Gesprächen mit den Hauseigentümern und Grundstücksbesitzern
weitere vorbereitende Untersuchungen. Dabei geht es um die Zustandsermittlung
und der Feststellung des Sanierungsaufwands an den insgesamt zirka 120
überwiegend privaten Gebäuden. Im Vorfeld dazu hatte die Gemeinde in der
vergangenen Woche zu einer Informationsveranstaltung in die Mehrzweckhalle
eingeladen. Von den geschätzten rund 120 Betroffenen waren jedoch nur rund 60
gekommen. Martin Keller, der als Mitarbeiter der Stadtentwicklung Südwest,
Stuttgart, (STEG) bereits für die Ortskernsanierungen in Dietlingen und
Ellmendingen verantwortlich zeichnete, warb gemeinsam mit Kelterns
Gemeindeoberhaupt für die gebiets- als auch objektbezogenen Maßnahme über einen
Zeitraum von voraussichtlich zehn Jahren. Auch am Beispiel der, in den beiden
größten Kelterner Ortseilen Dietlingen und Ellmendingen schon vor einiger Zeit
abgeschlossenen Maßnahmen wurden die grundsätzlichen Sanierungsziele zum
langfristigen Erhalt der Bausubstanz mit Dachsanierungen, Isolierungen,
Heizungserneuerungen und vielem mehr. Sollten im kommenden Jahr Landesmittel
gewährt werden rechnet man mit rund 600 000 Euro, zu denen noch der
Gemeindeanteil von rund 400 000 Euro hinzukommen würde. Für private Maßnahmen,
auch für Abbrüche und bodenordnende Maßnahme, wäre ein Zuschuss von rund 40
Prozent der förderfähigen Aufwendungen zu erlangen. |
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Turngemeinde Dietlingen präsentierte sich beim Fest zum 125-jährigen Bestehen mit einem erfrischenden Programm |
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„Sieben Grußworte können sich nicht irren“, resümierte augenzwinkernd ein
Besucher zum Schluss des Festbanketts bei der Turngemeinde Dietlingen. Dabei
hatten sich die Verantwortlichen und Mitwirkenden am Festabend zum 125-jährigen
Vereinsjubiläum doch redlich bemüht das Programm so kurzweilig wie möglich zu
gestalten. Dass Ihnen das gelungen war zeigte sich schon im Laufe des über
dreistündigen Programms, insbesondere aber anschließend in vielen Gesprächen mit
Freunden und Weggefährten am kalten Buffet. Zur Einstimmung auf den Abend hatte
es zunächst einen Sektempfang gegeben, bevor am Freitagabend pünktlich um 19.30
Uhr der Startschuss zum Dank- und Anerkennungsmarathon für den Verein und alle
engagierten Mitglieder fiel; und der wurde gleich mit einer Premiere eröffnet.
Erstmals trat nämlich der Musikverein Dietlingen unter neuer Stabführung mit
Dirigent Hermann Schneider öffentlich auf. So setzte das 20-köpfige
Orchester mit „Orpheus in der Unterwelt“, schon zu Beginn des Abends Akzente.
Für die Betonung und Hervorhebung der Leistung aller in der Turngemeinde
engagierter Mitglieder, Ehrenamtliche, Sportlern und Funktionäre sorgten
anschließend die mehr oder minder längeren oder kurzweiligen Grußworte. Allen
gemein war dabei die Feststellung, dass der Verein trotz des ansehnlichen Alters
von 125 Jahren recht jung geblieben sei. Dies spiegelte sich am Festabend
augenfällig auch in den Darbietungen der überwiegend jugendlichen
Leichtathletinnen und Leichtathleten, Turner und Turnerinnen wider. Sowohl die
Kleinsten mit ihren Sprüngen übers Minitrampolin, als auch die jungen
Leichtathleten beim Robe Skipping, und vor allen Dingen die Jazztanzgruppe mit
den unterschiedlichsten Choreographien sorgten für Begeisterung. |
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Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten im Schlussteil des Abends auch
die jungen Turner und Leichtathleten mit ihrer Luftakrobatik-Nummer
„Zeitensprünge“. Damit, sowie mit dem Auftritt des Musikvereins und des
Akkordeonorchesters, gestaltete sich der Abend für die über 300 Gäste unter
Ihnen auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten, die Vertreter der Kommune, der
Kirche und Vereinen, recht kurzweilig. In vorderster Reihe mit dabei war auch
der heute 96-jährige und vitale Eugen Eberle. Auch damit wurde der Zusammenhalt
im Verein über Generationen hinweg deutlich und die Begeisterung am Sport
spürbar. So bestätigte sich die Feststellung von Bürgermeister Ulrich Pfeifer,
der die Turngemeinde mit der politischen Gemeinde verglich, in der
sich jeder nach eigenem Dafürhalten wohlfühlen und Gemeinschaft erleben kann.
Ein besonderer Dank galt hierbei allen Generationen, die mit ihrem Engagement
das Fundament für den auch mit 125 Jahren jung gebliebenen Verein gelegt haben.
Mit welcher Freude der Sport im Verein betrieben wird und mit welcher Freude die
Gemeinschaft gelebt wird“, so Günther Seith vom Badischen Sportbund „wird schon
an den Zahlen deutlich“. So gehören der TGD 644 Mitglieder aller Altersklassen
an; darunter 319 Frauen und 254 Kinder und Jugendliche. Die Bedeutung der
sportlichen Gemeinschaft und die soziale Funktion eines Vereins unterstrich
Gerfried Dörr vom Badischen Turnerbund. So sah dies auch Sozialdezernent Roland
Hübner, der in Vertretung von Landrat Karl Röckinger gekommen war. Sie alle
hatten aber nicht nur anerkennende Worte für den Verein sondern jeder ein
gebührendes Jubiläumsgeschenk, überwiegend in Form eine „Kuverts“. Als etwas
Dauerhaftes hatte der Vertreter des Turnerbunds noch das Walter Kolb Plakette
für die Turnhalle im Altenloh mitgebracht. Nicht nur ein Kuvert, sondern gleich
eine ganze Hand voll, hatte der Dietlinger DRK-Ortsvereinsvorsitzende Manfred
Gorgus mitgebracht. Namens der Dietlinger Vereine gratulierte er der
Turngemeinde als wesentlicher Bestandteil des Kelterner Vereinsgeschehens.
Martin Schlittenhardt, der nun schon seit 15 Jahren den Verein leitet und damit
der dienstälteste Vorsitzende in der gesamten Geschichte des Vereins ist,
bedankte sich für alle anerkennenden Worte und die Geschenke. Gleichzeitig
versicherte er, dass das Geld, das im Wesentlichen der Jugendarbeit zugute
kommt, sozusagen Kapital für die Zukunft sei. Wie sich das dann darstellt, wird
man spätestens beim 150sten Jubiläum feststellen
können.
Weitere
Bilder aus der pz-news-bildergalerie hier |
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Neuer Service der Gemeinde für Weingenießer |
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Keltern hat seit einiger Zeit nicht nur einen eigenen Gemeindeweinberg und
konnte in diesem Jahr den ersten Jahrgang lesen; die Gemeinde hat
zudem auch 300 formschöne Weingläser, die sie en bloc oder auch in kleiner
Mengen kostenlos Privat-Personen oder Vereinen zur Verfügung stellen kann. Die
ansprechend mit Gemeindewappen versehenen und spülmaschinenfesten
Degustationsgläser, sind eine Zierde sowohl für eigene Weinproben, als auch bei
größeren Festen und Feiern. |
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| Das Weingut Kelternwein, Dietlingen hat freundlicherweise die
Organisation des neuen Serviceangebots der Gemeinde übernommen.
Reservierungen und Bestellungen sind somit unter folgender Adresse möglich.
Weingut Kelternwein - Melanie Frank & Alexander Deeg KG Poststr.
6a 752510 Keltern-Dietlingen www.kelternwein.com
geöffnet am Donnerstag -Nachmittag, Freitag Vor- und Nachmittag und
Samstag Vormittag oder nach telefonischer Vereinbarung bei Melanie Frank
unter 07236 – 609035
Leihgebühren entstehen keine; allerdings * muss eine Kaution von 3,--€ /
Glas hinterlegt werden. * wird bei Bruch, Verlust oder bei
Irrläufern 3,- € / Glas berechnet. |

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Die Wurzeln von Goodyear-Gründer Frank A. Seiberling reichen bis nach Ellmendingen |
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Die in jüngster Vergangenheit auf politischer Ebene etwas abgekühlten
deutsch-amerikanischen Beziehung scheinen wieder etwas in Gang zu kommen. Nicht
zuletzt der herzliche Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus
symbolisierte, dass beiden Seiten daran gelegen ist, die gewachsenen
Beziehungen neu zu beleben; dies auch vor dem geschichtlichem Hintergrund,
dass zahlreiche Auswanderergeneration den wirtschaftlichen Erfolg Amerikas
mitbegründeten und seit Generationen unzählige verwandtschaftliche Verhältnisse
über den „großen Teich“ hinweg bestehen. Heute sind viele Nachfahren deutscher
Auswanderer auf Spurensuche in der Alten Welt. Nachdem sie in den Staaten
mit Recherchen in Archiven, Logbüchern von Auswandererschiffen und in
Namenlisten den Grundstein zu Ihrer Ahnenforschung legen, werden hierzulande
Kirchenbücher gesichtet, Gemeindearchive durchforstet, Ortskundige oder
Namensgleiche in der „alten Heimat“ bemüht und Heimatkundler befragt. Dabei
kommt oft Erstaunliches zu Tage und mancher ist in good old Germany erstaunt, zu
welchem Ruhm es die Nachfahren im fernen Amerika gebracht haben.
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In diesem Sinne ist auch das Ergebnis einer jüngsten
amerikanisch-deutschen Ahnenforschung schon eine kleine Sensation. Recherchen
diesseits und jenseits des Atlantik haben ergeben, dass die Gründerväter des
weltgrößten Gummi- und Reifenkonzerns Goodyear ihre Wurzeln in Ellmendingen
haben. Diese Erkenntnis förderte Walter Arnold als profunder Kenner der
Ellmendinger Heimatgeschichte und langjähriger Vorstand des Arbeitskreis
Heimatpflege und Kunst zutage. Vor vier Jahren wurde er durch den Besuch der
Familien Chapman aus Akron/Ohio und Byrd aus Hendersonville/Northcarolina
in Ellmendingen aufmerksam. Sie waren auf der Suche nach den
verwandtschaftlichen Wurzeln der Familien Säuberlich (später
amerikanisch/englisch Seiberling) auf den „Fall“ aufmerksam. Dabei zeigten sich
im Laufe der Nachforschungen sogar persönliche verwandtschaftliche Verhältnisse
zu den Seiberlings’, Chapman’s und Byrd’s. Außerdem ergab die akribische
Aufstellung eines Stammbaum auch, dass der vor kurzem, als einer der großen
Raketenpioniere in Amerika verstorbene Bruno Augenstein auf die
Ellmendinger Linie der Familie Säuberlich zurückgeht. Allerdings ist heute der
Familienname Säuberlich in Ellmendingen heute nicht mehr verzeichnet. Die
Erwähnung eines gewissen Jakob Säuberlich ist auf der Ehrentafel der Teilnehmer
des 1870er-Krieges am Haus Durlacher Str. 2 noch vorhandenIn Ellmendingen. In
der Region dagegen, ist der Name noch öfters vertreten. |
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Beseelt von der Idee im Kelterner Heimatmuseum zum gegebenen Zeitpunkt
eine umfassende Ausstellung zur Auswanderergeschichte und den Pionieren aus der
Heimatgemeinde präsentieren zu können, hat der heute 78-jährige sehr
geschichtsinteressierte Walter Arnold sich intensiv mit der
Familiengeschichte „ Seiberling“ befasst. Mary-Ann Byrd und Ehemann Clinton, die
vor Kurzem erneut in Ellmendingen weilten, hatten die Familiengeschichte (The
Seiberling-Family in America 1611 – 1889) bereits in einem ersten Manuskript
niedergeschrieben. Zu dem, für den 15. und 16. Juli dieses Jahres in Akron/Ohio,
dem Stammsitz von Goodyear geplanten, weltweiten Seiberling-Familientreffen
wollen die Nachfahren des Firmengründers Frank A. Seiberling (geb. 1859) die
gesamte Familiengeschichte in einer zweibändigen Dokumentation präsentieren.
Hierzu hat auch Walter Arnold seinen Beitrag geleistet. Er konnte anhand von
Kirchenbüchern und der Aufstellung eines Stammbaums nachweisen, dass die Wurzeln
der Seiberling-Family und Goodyear Gründer auf den Ellmendinger Michael
Säuberlich, der vermutlich im heutigen Haus Ettlinger Straße 10 gewohnt hat,
zurückgehen. Den Recherchen von Walter Arnold zufolge, war dieser 1741 im Alter
von 42 Jahren mit seiner Ehefrau Sarah (geb. Spiegel aus Ottenhausen) mit zwei
Söhnen und zwei Töchtern nach Amerika ausgewandert. Aus den Kirchenbüchern ging
außerdem hervor, dass dessen Eltern und Großeltern jeweils Löwen-Wirte in
Ellmendingen waren. In der neuen Welt gründete die Familie Säuberlich
(Seiberling) eine neue Existenz. Die Nachfahren gründeten 1880 zunächst die
Indiana Rubber & Insulated Wire Company in Jonesboro/Indiana. Fast zwei
Jahrzehnte später, 1898 legte dann Frank A. Seiberling in Akron/Ohio mit der
Goodyear Tire and Rubber Company, den Grundstein zum Wirtschaftsimperium des
heute weltgrößten Gummi- und Reifenkonzern. Die Firmenbenennung erfolgte nach
Charles Goodyear, dem Entdecker des Vulkanisationsverfahrens, der trotz seiner
revolutionären Idee später verarmt starb. |
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1921 verlies der 1859 geborene Firmengründer Frank A. Seiberling die Firma
und gründetet eine heute noch existierende Reifenfirma Seiberling (Seiberling
Rubber Company Akron/Ohio). Ihr wird auch die Entwicklung des ersten Luftreifens
mit Schlauch 1935 zugeschrieben. Das von Frank A Seiberling in Akron, dem
Stammsitz von Goodyear errichtete prachtvolle Schloss „Stan Hywet Hall an
Gardens“ vermachte der 1955 verstorbenen Firmengründer als Stiftung an die
Vereinigten Staaten. Hier wird im Juli diese Jahrs auch das
Seiberling-Familientreffen stattfinden, auf das sich nicht nur Mary Chapman
und Mary Ann Byrd, die beiden Enkelinnen des Reifen-Imperium-Gründers
Frank A. Seiberling. sondern auch andere überwiegend in USA lebenden
Mitglieder der Seiberling-Family, zu der, wie sich zeigte weit, weit entfernt
auch Walter Arnold aus Ellmendingen zählt. So fördert intensive Ahnenforschung
oft Erstaunliches zu Tage . |
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