|
Mit der Feststellung „Jetzt kann’s los gehen“ überreichte Keltern
Bürgermeister Ulrich Pfeifer, den Schlüssel für die historische Kelter
Dietlingen an die Vorstandschaft des Trägervereins (v.l.): Hubertus Sepp
Kuhnert, Nicolas Kaupisch, Rudolf Armbruster (BM Pfeifer) Dr. Hartwig Schmittner
und Joachim Jüchser.
Dieser Anfeuerungsruf schallt nicht nur durch die Stadien; „Jetzt
geht’s los“, dies kann nun auch der Verein „Historische Kelter Dietlingen e.V.“
sagen. Vor einem Monat mit dem Vereinszweck „..Erhalt und Wiederherstellung der
historischen Kelter Dietlingen als Denkmal des Weinbaus und der Weinkultur“, ins
Vereinsregister eingetragen, erfolgte vor Kurzem die offizielle und symbolische
Schlüsselübergabe für das ehrwürdige Gebäude von Bürgermeister Ulrich Pfeifer an
die Vereinsvertreter. Nun will man schon bis zum bekannten Dietlinger Kelterfest
des Akkordeonorchesters am 17. und 18. September erste Verbesserung in der
Kelterhalle vorweisen können. So soll in den kommenden Tagen zunächst die
Styropor-Dämmung von der Holzbalkendecke genommen, die noch aus der Zeit stammt,
als die Kelterhalle als Lager für einen Getränkehandel diente. Außerdem sollen
bis zum Kelterfest die Innenwände einen neuen Anstrich erhalten. Alle darüber
hinausgehenden Maßnahme, würden zuvor sowohl mit der Gemeinde, als auch mit den
Fachbehörden und den betroffenen Vereinen abgesprochen, so
Vorstandmitglied Hubertus Sepp Kuhnert. Was den heimischen Weinbau anbelangt,
konnte der für die Kellerwirtschaft (als Teilbereich des Vereins) zuständig
Rudolf Armbruster, bekannt geben, dass der Zusammenschluss der verschiedenen
Winzer im Verein nun auch eine offizielle Betriebsnummer habe. In den
Kellerräumlichkeiten könnte somit schon der neue Jahrgang, der aus 60 – 70 Ar
Anbaufläche mit einer geschätzten Menge rund 5 – 6000 Liter stammt, ausgebaut
und in Verkehr gebracht werden. In diesem Zusammenhang sei für das kommende Jahr
auch der Einbau eines Lastenaufzugs geplant. Zunächst, so die engagierten
Mitglieder, wolle man aber nur die genannten Maßnahmen in Angriff nehmen,
gleichzeitig ein Gesamtkonzept erarbeiten, dieses mit der Gemeinde und
Fachbehörden abstimmen und dann schrittweise umsetzen. Mit dieser Vorgehensweise
und ersten sichtbaren Ergebnissen erhofft man sich auch einen gewissen
Mitgliederzuwachs von aktuell 31 auf über 50 Personen. Dabei appellierte auch
Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer an den zündenden und unterstützenden
Lokalpatriotismus, der schon mit einer passiven Mitgliedschaft zum Jahresbeitrag
von 25 Euro, besser noch mit einer aktiven Mitgliedschaft zum Ausdruck gebracht
werden könnte. Vom gezeigten Engagement der Vereinsverantwortlichen zeigte er
beeindruckt und verwies auch auf die Möglichkeit einer Zuschusserlangung aus dem
Fond „Entwicklungsprogramm ländlicher Raum“. Inwieweit dieser auf der Grundlage
eines Gesamtkonzeptes und der dann eher langfristigen Umsetzung erlangt werden
kann, müsse allerdings noch geklärt werden. Unter der Prämisse „Gut Ding will
Weile haben“ will der Verein langsam aber stetig an der Umsetzung des
Vereinszieles arbeiten, wobei auch Vorstandsmitglied Rudolf Armbruster freimütig
bekannte: „Unterstützung ist uns in jeder Form willkommen“. |