Keltern, 07.02.2012
URL: http://www.keltern.de/Neueste_Info.html

Neueste Info


Auch nach 30 Jahren kein bisschen faschingsmüde


Honigschlecker-Akteure begeisterten erneut das närrische Publikum

Was ist wenn Ostern und Weihnachten auf einen Termin fallen? ; dann ist Fasching in Weiler – und diese „fünfte Jahreszeit“ ist schon seit 30 Jahren das lokale Großereignis in der Gemeinde und weit darüber hinaus. Dann werden alle Register gezogen und Jeder gibt sein Bestes. Damit ist für Superstimmung gesorgt. So bereiteten auch diesmal wieder über 100 Akteure aller Altersklassen sich selbst und den vielen närrischen Gästen eine überaus heitere und großartige Freude. Mit ihrem Vierstunden-Programm hatten die Aktiven des TSV und des Gesangvereins wieder einmal die Lacher voll auf ihrer Seite. Tolle Kostüme und die neue Band Mother’s little Helper rundeten das Programm ab.

Weitere Bilder hier

Nach oben

Firma Birken-AG startet größtes Einzelbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Keltern


Auf der vergangenen Sitzung passierte der Bauantrag zum Neubau eines Verwaltungsgebäudes und der Produktionsstätte im Gewerbegebiet Dammfeld den Gemeinderat 

„Hier beginnt Keltern“ dies signalisiert das Ortsschild im interkommunalen Gewerbegebiet Dammfeld an der Hoheneichstraße zwischen der Birkenfelder und der Dietlinger Gemarkung. Im übertragenen Wortsinn soll hier auf Kelterner Seite auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein Zeichen gesetzt werden. Nach dem Verkauf von 1,92 Hektar Gewerbefläche im Innenring zwischen Hoheneichstraße und Neureutstraße soll hier zunächst auf einer Fläche von rund einem Hektar mit entsprechender Platzreserve ein, bis zu 16 Meter hohes Verwaltungsgebäude und die Produktionsstätte für Arzneimittel der Firma Birken aus Niefern-Öschelbronn entstehen. Dem Bauantrag,  mit einem Kostenvolumen von über 13 Millionen Euro hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Der Verkaufserlös mit rund 1, 7 Millionen Euro spielt eine nicht unerheblich Rolle für die Gemeindeentwicklung

Nach oben


Ebenso erfreut wie über die einmalige Einnahme zeigt sich Bürgermeister Ulrich Pfeifer auch über die Aussicht der mittel- und langfristigen Schaffung von circa 100 Arbeitsplätzen. Auch was die Produktion anbelangt ist der Rathauschef nicht unzufrieden, schließlich sollen hier Arznei- und medizinische Hautpflegemittel auf pflanzlicher Basis hergestellt werden. Ausgangsstoff dafür ist der Naturstoff Betulin, der nach einem patentierten Verfahren aus der weißen Korkschicht von Birkenrinde gewonnen wird. Auch über weitere Patente verfügt die im Jahr 2000 gegründete Birken AG und sieht darin ihre Chance und eine gute Marktpositionierung.


Aufgrund des sich abzeichnenden wachsenden Bedarfs an Betulin, sowohl für die Vermarktung der medizinischen Hauptpflege im Ausland, als auch für die Herstellung von Wundarzneimitteln, plant die Birken AG ihren Fabrikneubau im interkommunalen Gewerbegebiet Dammfeld. In einem ersten Schritt sollen Produktionskapazitäten für circa 52 Tonnen Betulin pro Jahr errichtet werden. Dafür werden als Ausgangsstoff rund 500 Tonnen Birkenkork benötigt, der in sogenannten Bigbags per Lkw angeliefert wird. Aus den Rindenpartikeln wird dann der Naturstoff Betulin heraus extrahiert. Aufgrund des Reinheitsgehalts, seines geringen Aschegehalts und seines hohen Brennwerts ist außerdem die energetische Verwertung des Korks zur Dampf- und Stromgewinnung vorgesehen. Die Energie, die dabei entsteht soll in der Produktionsanlage und im Gebäude genutzt werden. Auch damit scheint der größte Einzelinvestor in der Geschichte der Gemeinde Keltern ein gleichwohl wirtschaftlich interessanter, als auch umweltschonend arbeitender Gewerbebetrieb zu sein. Relativ kurzfristig soll der Neubau des Verwaltungsgebäudes und der Produktionsstätte zunächst in zwei Abschnitten realisiert werden. Über 70 Ar Gewerbefläche verbleiben dann noch für eine spätere Erweiterung. Nach den Vorstellung der Birken AG soll zumindest der Rohbau für den ersten Bauabschnitt bis Ende 2012 errichtet sein. Mit der Bezugsfertigkeit wird dann bis Ende 2013 gerechnet. Auch damit scheinen sich die, in der Neujahrsansprache des Kelterner Gemeindeoberhaupts aufgezeigten positiven Aussichten für das „neue Jahr“ zu bewahrheiten.

Positive Aussichten für 2012


Die Bundeskanzlerin hat’s getan, der Landesvater tat es und nun hat es erstmals auch Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer getan; nämlich eine Neujahrsansprache gehalten, und zwar vor mehr als 100 Zuhörern in der Dietlinger Kelter. Musikalisch umrahmt vom Posaunenchor ließen dabei die Ausführungen des Gemeindeoberhauptes gleich in mehrfacher Hinsicht aufhorchen. Anders als Merkel und Kretschmann musste Ulrich Pfeifer die Mitbürger auch nicht auf Einschnitte einschwören, ganz im Gegenteil. Gleich ein wahres Füllhorn an positiven Entwicklungen und Aussichten konnte er den interessiert lauschenden Zuhörern offenbaren. Ob die zahlreichen Tiefbaumaßnahmen bei denen gleichzeitig auch Leerrohre für die Anbindung aller Ortsteile an das Glasfasernetz erfolgen kann, oder die Umstellung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED mit einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 50 000 Euro, ob die Aufnahme von Weiler in das Landessanierungsprogramm mit einem Volumen von rund 1, 3 Millionen Euro oder auch ein eigenes Sanierungsprogramm für Gebäude an den Ortsdurchfahrten;  all dies auf der Grundlage geordneter Haushaltszahlen und mit einem Rücklagepolster von rund 8 Millionen Euro und der Aussicht auf eine weitere Million Zuführung im kommenden Jahr. Im Gemeinderat will Ulrich Pfeifer dafür werben die Einnahmen und Rücklagen für den Erwerb von Grundstücken und Immobilien zur Verbesserung der Infrastruktur, zum Beispiel für die Neuordnung von Innerortsflächen oder den Erwerb von leer stehenden Gebäuden oder auch den Bau von barrierefreien Wohnungen. Zudem sollen auch alle Rathäuser barrierefrei gestaltet werden. So ist für den Ein- oder Anbau eines Fahrstuhls für das denkmalgeschützte Dietlinger Rathaus eine Investition von rund 100 000 Euro vorgesehen. Auch bei der Standortsicherung der Lebensmittelnahversorgung in Dietlingen zeigte sich Pfeifer zuversichtlich und resümiert: „Ich weiß zwar nicht wer ab dem 1. Juli 2012 den Markt betreiben wird, aber die grundsätzlichen Interessenbekundungen von Märkten und Marktbetreibern zeigen mir, dass der Standort interessant ist“. Mit dem Angebot und dem weiteren Ausbau der Kleinkindbetreuung zeigt sich Kelterns Gemeindeoberhaupt, ebenso gut aufgestellt wie auch beim Thema Schule und Schulstandort Keltern und unterstrich „nun gilt es die Chancen der Einführung einer Gemeinschaftsschule in Keltern zu nutzen. Neben den bestehenden Angeboten im Bereich Seniorenarbeit will sich das  Gemeindeoberhaupt für eine personelle Aufstockung beim betreuten Wohnen und für die Organisation gemeindlicher Seniorenveranstaltungen einsetzen. Dabei hatte Pfeifer schon bei der Neujahrsansprache eine Einladung an alle Gemeindesenioren parat. 2012 will die Gemeinde alle Senioren zu einem Gemeindeausflug einladen deren Fahrtkosten von der Kommune übernommen werden. Mit der Feststellung „2012 wird für Keltern ein Jahr des Wandels und des Fortschritts ein, ohne zu vergessen woher wir kommen und mit der Bereitschaft Tradition zu wahren und Gutes zu erhalten“ schloss das Kelterner Gemeindeoberhaupt seine Ausführungen und wünschte allen Gesundheit und Zufriedenheit für’s neue Jahr.

Nach oben

Eigene Erlebnisse und nette Geschichten aus Niwwelsbach


Zugegeben Dharsono, ist nicht unbedingt ein hierzulande geläufiger Nachname. In Keltern heißt man Bischoff, Augenstein oder, wie in Niebelsbach Glauner, oder Jägle; und eben diesen Geburtsname hat Birgit Dharsono nämlich Jägle. Wer den Namen Jägle mit Niebelsbach in Verbindung bringt weiß, dass Irmgard Jägle, geborene Glauner, die heute 87jährige Mutter von Birgit, von 1940 bis über 50 Jahre lang auf dem Niebelsbacher Rathaus gearbeitet hat. Ihr Wissen aus alten Zeiten, ihre Erzählungen, dazu noch eine ordentliche Portion Heimatliebe, haben die heute 56jährige Birgit dazu veranlasst Bräuche und Gepflogenheiten vergangener Generationen, Geschichten, Erlebnisse aus der eigenen Kindheit und Erzählungen vom Ort niederzuschreiben. Herausgekommen ist dabei ein Büchlein in Mundart, das eben mit diesen Kurzgeschichten, amüsant, und in Erinnerung schwelgend, zuweilen auch nachdenklich zu lesen ist. Eigentlich wollte sie das kleine Büchlein, dem sie den Titel gab „Bei uns im Flecke“ nur für ihre Mutter und ihre vier, heute schon erwachsenen Töchtern schreiben. Dann wurden sie aber von Freunden und Bekannte bedrängt ihre mit viel Herzblut geschriebenen Geschichten auch anderen zugänglich zu machen; dies nicht zuletzt auch auf Grund der Tatsache, dass sie bereits in der vor einem Jahr erschienen Niebelsbacher Ortschronik eine Geschichte zum Besten gab.  Mit diesem Büchlein als Erstlingswerk hat sie sich sozusagen selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht und überlegt nun noch weitere Geschichten aus alten Tagen niederzuschreiben, zum Beispiel, wie das früher war, als es noch kein Handys gab und der  Bürgermeister mit dem Rathausglöcklein vom Feld zum Termin gerufen wurde;  als man jeden im Ort  noch persönlich kannte und auf dem Rathaus das Du noch Gang und Gäbe war; oder von den Zeiten als der Schütz die amtlichen Mitteilungen noch „ausschellen“ musste.

Nach oben


Dabei durchforstet Birgit Dharsono auch das Niebelsbacher Rathausarchiv, hat vor über einem Jahr auch die Geschichte eines ausgewanderten Verwandten recherchiert und dessen Nachfahren in diesem Jahr sogar in Indiana / USA besucht. Da sag noch einer Heimatliebe versperre eine weltoffene Sichtweise. Dies nicht zuletzt auch mit Blick auf die Tatsache, dass Birgit Dharsono ihren Mann  Hendra, der aus Indonesien stammt, vor 35 Jahren als Maschinenbaustudent in Karlsruhe kennengelernt und vor 31 Jahren geheiratet hat. Seit 20 Jahren wohnen Birgit und Hendra, der von allen im Ort nur „Andi“ genannt wird und fast schon echter Niwwelsbacher ist, zusammen mit drei jüngeren Töchtern im Alter von 18- 27 Jahren neben dem elterlichen Haus an der Neuenbürger Straße 18. Die älteste Tochter Saskia (30) lebt heute mit ihrer Familie auf Bali. Damit nicht nur sie sich, sondern auch alle anderen an die Heimat  und die Wurzeln hier erinnern könnten, hat Birgit das Büchlein mit Geschichten von „de Niwwlsbacher , von de Daif, von de Kirwe, vom Metzeldag von Oschdere und Weihnachde und viele andere“ geschrieben Schon beim niederschreiben und zurückdenken an alte Zeiten hatte sie ihre Freude, die sie nun auch mit anderen teilen möchte. Kontakt: Birgit Dharsono, Neuenbürger Str. 18, Keltern-Niebelsbach Tel.: 07082/3020, Email: birgit.dharsono@gmx.de

Hochkarätige Auszeichnung für großes Engagement - Bundesverdienstkreuz-Verleihung an Walter Augenstein –


Der 19. Dezember wird in die Geschichte eingehen; in die Geschichte des Bäckerhandwerks, in die Geschichte der Gemeinde und in die ganz persönliche Geschichte von Walter Augenstein. Am Montagabend übereichte Landrat Karl Röckinger im Auftrag des Bundespräsidenten Christan Wulff dem engagierten Dietlinger Bäckermeister das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damit wurden nicht nur die Verdienste des heute 67jährigen auf ganz besondere Weise  gewürdigt; ausgezeichnet wurde damit auch eine Persönlichkeit, die mit Fleiß, Ausdauer, Zielstrebigkeit, Korrektheit und Leidenschaft, nicht nur seinem Berufsstand alle Ehre macht, sondern sich auch intensiv für die Nachwuchsförderung im Bäckerhandwerk einsetzt. So hat Walter Augenstein in seinem eigenen Betrieb, mit derzeit 42 Mitarbeitern, mit Hauptsitz und einer Filiale in Dietlingen, in Pforzheim (3) in Neuenbürg (1) und in Ittersbach (1), bis dato 74 Lehrlinge ausgebildet. Darüber hinaus hat sich der bodenständige Bäckermeister schon seit einem halben Jahrhundert  mit sehr viel Herzblut für das Bäckerhandwerk und seine Tradition stark gemacht. Die Wahrnehmung all dieser Ehrenämter, der unermüdliche Einsatz für seinen Berufsstand und daneben noch den eigenen Betrieb zu führen, dies alles, so Walter Augenstein, sei ohne die Unterstützung seiner Ehefrau Brunhilde nicht möglich gewesen. Mit großem Applaus wussten dies auch alle Anwesenden zu würdigen. Zu Hauf waren die Gäste und honorigen Vertreter aus Politik, Handwerk und der Gemeinde in den Dietlinger Rathaussaal gekommen um bei der Bundesverdienstkreuzverleihung an Walter Augenstein mit dabei zu sein und damit ihre Hochachtung vor einem großen Lebenswerk zum Ausdruck zu bringen. Begrüßt von Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer  eingeleitet und umrahmt vom jungen Klarinetten-Trio der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis mit Nele Schuster, Antonia Kölble und Antonia Vollmer, war die Laudatio dann Landrat Karl Röckinger vorbehalten. Angesichts des rund 50jährigen, überaus engagierten und zum Teil auch kämpferischen Einsatzes auf fast allen Ebenen und in allen Bereichen des Bäckerhandwerks zog Landrat Röckinger mit großem Respekt seine abschließende Bilanz mit den Worten „So richtig kleine Brötchen hat er noch nie gebacken. Und ich frage mich, wie er das alles gebacken kriegt. Offenbar hat er ein Geheimrezept.“ In Ergänzung dazu beschrieb Landesinnungsmeister Fritz Trefzger Augenstein als einen verlässlichen Partner  und Vorbild der Verbandsarbeit. Peter Becker, der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, war eigens von Hamburg angereist, um zu gratulieren. Mit knappen, aber nicht minder anerkennenden Worten beschrieb Bürgermeiser Pfeifer den Geehrten als eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit. „Augenstein sei ein Mensch mit Leidenschaft, der stets am Limit arbeite, um das beste Ergebnis zu erzielen“ so umschrieb Joachim Wohlfeil, der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, seine Wertschätzung und ergänzte, „unsere Jugend braucht diese Vorbilder“. Holger Knieling, der Direktor der Bäko-Zentrale Süddeutschland, lobte das genossenschaftliche Engagement Augensteins. Die Abgeordnete Katja Mast (SPD) ergriff für alle anwesenden Parlamentarier (Viktoria Schmid/CDU, Erik Schweickert/FDP und Hans-Ulrich Rülke/FDP) das Wort und, stellte mit Blick auf das Lebenswerk fest „seine Prämisse war immer „Lokal handeln und global denken.“  Seine Dankabstattung für all die anerkennenden Worte und die Wertschätzung nutzte Augenstein, um für die in Keltern vorgesehene Gemeinschaftsschule zu werben und meinte „die duale Ausbildung, die Ausbildung im Handwerk darf nicht hinter den Hochschulen zurückstehen“. So sein Credo mit dem er gleichzeitig auch zu verstehen gab, dass Handwerk auch heutzutage noch goldenen Boden hat;  vorausgesetzt man hat ein Ziel und setzt sich mit Fleiß dafür ein. Das beste Beispiel dafür ist der Geehrte selbst, dem große Anerkennung für sein Lebenswerk zuteilwurde. An den Festakt schloss sich ein Steh-Empfang an, der zwar von der Gemeinde gegeben, aber vom Geehrten und seinem Team selbst ausgerichtet wurde.

Nach oben

Ehrenämter und Engagement von Walter Augenstein


Fast 50 Jahre lang hat sich der Dietlinger Bäckermeister Walter Augenstein stets engagiert und kämpferisch für seinen Berufsstand eingesetzt und dabei auf allen Ebenen agiert und unzählige Ehrenämter und Funktionen begleitet. Wie umfangreich der fünf Jahrzehnte lange Einsatz war wurde auch in der Laudation von Landrat Karl Röckinger deutlich. „So hat er sich unter anderem als Landesvorsitzender der Bäckerfachvereine Baden-Württemberg und anschließend als deren Ehrenvorsitzender und Landesinnungsmeister einen Namen gemacht. Auch der Bäckerinnungsverband Baden kann stolz sein, mit dem gradlinigen Bäckermeistervorbild als Landesinnungsmeister seit 1993 einen mehr als kompetenten Ansprechpartner für Innungsmitglieder, Behörden und politische Entscheidungsträger präsentieren zu können. Walter Augenstein war zudem Mitbegründer des Bäckerfachvereins Pforzheim und von 1971 bis 1984 dessen Vorsitzender. Von 1974 bis 1999 fungierte er als Vorstandsmitglied und von 1989 bis 1999 als Obermeister der Bäcker-Innung Pforzheim. Seit 1999 ist er Ehrenobermeister der Bäcker-Innung (die seit 2002 die Bezeichnung Bäcker-Innung Region Nordschwarzwald trägt).“ Auch auf das große  Engagement des Geehrten in der Handwerkskammer Karlsruhe ging Landrat Röckinger ein und resümierte: „Die Modernisierung von Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel der Badischen Bäckerfachschule in Karlsruhe oder der Bildungsakademie zählte hier zu seinen Steckenpferden. Als Mitglied der Vollversammlung und im Berufsbildungsausschuss vertrat er hier die Interessen von mehr als 18.000 Mitgliedsbetrieben, er organisiert Seminare, Ausstellungen und setzt sich seit Jahrzehnten mit Erfolg für das Gelingen der IBA-Gebäckschau (Internationale Bäckerei-Fachausstellung) ein, die letztes Mal fast 80.000 Menschen besuchten. Auch bei der BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG war Walter Augenstein der Mann für die großen Dinge. Als Aufsichtsratsmitglied, später dann als Vorstandsmitglied hat er die genossenschaftlichen Strukturen entscheidend mitgeprägt und sich nachhaltig für die Interessen der Mitglieder eingesetzt. Und seine Kämpfernatur hat sich auch hier des Öfteren gezeigt: So hat er es auch geschafft, unter sehr schwierigen Bedingungen in Ungarn eine BÄKO-Organisation aufzubauen, die er in den letzten Jahren persönlich sehr intensiv begleitet hat. Außerdem ist Walter Augenstein Aufsichtsratsvorsitzender bei der Sach- und Haftpflichtversicherung des Deutschen Bäckerhandwerks, Delegierter der Zusatzversorgungskasse und des Förderungswerkes sowie in verschiedenen Funktionen in der Selbstverwaltung der IKK Regionaldirektion Mittlerer Oberrhein-Nordschwarzwald. All diese Ämter hat Walter Augenstein stets mit großem Einsatz und großer Freude begleitet“. In diesen Worten schwang dann auch große Anerkennung mit, die mit der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes augenfällig unterstrichen wurde.

Nach oben

Dietlinger Rathaus am 10.12.1911 abgebrannt - Nach über 100 Jahren immer noch Raum für Spekulationen


Am 10. Dezember 1911 brannte das alte Dietlinger Rathaus ab. Wegen der Tatsache, dass das stattliche „neue“ Rathaus innerhalb von nur ein - zwei Jahren ohne große technische Hilfsmittel errichtet wurde, spekulieren noch heute ältere Dietlinger darüber, ob die Sache nicht vielleicht vorbereitet war und der Brand absichtlich gelegt wurde. „Damals wurde oftmals warm saniert“, so die wohlwollende Umschreibung von Brandstiftung. Auch das Gemeindearchiv gibt in diesem Sinne nicht viel her.  Bemerkenswert ist auch die Tatsache,  dass das,  noch heute imposant wirkende Gebäude,  innerhalb kürzester Zeit errichtet war, und das ohne den heute üblichen Maschineneinsatz. Erstaunlich ist auch, dass der Verfasser der 1925 erschienenen Ortschronik, Gustav Rommel, dem Rathausbrand und Wiederaufbau nicht viel Aufmerksamkeit schenkt;  vom nachstehenden Auszug abgesehen. So bleibt für die Nachwelt weiterhin die Frage offen   “Dietlinger Rathausbrand 1911 – Absicht – oder Schicksal ?“

Nach oben


Auszug aus der Ortschronik von Gustav Rommel:   „ Im Jahr 1610 wird erstmals das Rathaus erwähnt. Die Gemeinde zinste davon 2 Pfennig an Geld und eine alte Henne, wie von jedem Dietlinger Haus die „Rauchhennen“ zu entrichten waren. Dieses Gemeindehaus, das wohl schon aus dem 15./16. Jahrhunderte stammte, muss früher einmal gut ausgestattet gewesen sein, denn es hatte auch gemalte Glasfenster, von denen zwei noch im Jahr 1700 erhalten waren. Durch den Pforzheimer Superintendenten Bürklin ist uns der Spruch überliefert worden der auf einem dieser Glasgemälde gestanden hat „“Peter und Paul schlugen einander uff’s Maul und fielen über die Schwell‘ und wurden wieder gut Gesell. Also und so ist’s ja“. Diese gutgemeinten Worte auf dem Ratstubenfenster sollten ohne Zweifel den Bürgern Dietlingens vor die Seele stellen, sich in Gemeindesachen auf dem Rathaus auch dann wieder zu vertragen und einträchtig zu leben, wenn es einmal scharf hergegangen war. Wiederholt mussten an dem Alten Rathaus im Laufe der Zeiten Ausbesserungen vorgenommen werden. 1829 wurde der ganze Unterstock umgebaut. Am 10. Dezember 1911 fiel das Gebäude in dem Jahrhunderte lang über die Geschicke des Dorfes und seiner Bewohner beraten und beschlossen wurde, einem Brande zum Opfer.

Bis dahin standen auch noch die Reste des einstigen Prangers vor dem Haus, zwei 80 Zentimeter hohe Steine, 60 Zentimeter im Durchmesser, die leider bei dem folgenden Rathaus-Neubau beseitigt wurden und jetzt verschwunden sind. Sie waren die letzten augenfälligen Erinnerungen an eine alte Gerichtsbark, die in ihrem Endzweck, einer Besserung der Verurteilten, vielleicht wirksamer in manchen Fällen, als die heutigen Strafverfahren. Noch wissen die heutigen Dietlinger davon, wie die zum Pranger stehen verdammten Personen, mit Strohkranz oder sonstiger Beigabe versehen, an den Steinen stundenlang stehen mussten, meist zu der Zeit, wenn die Gemeinde daran vorbei zur Kirche ging. Das neue Rathaus wurde auf der Stelle des alten im Jahr 1912/13 aus rotem Sandstein errichtet. Es bildet eine Zierde des Dorfes und ist den heutigen Verhältnissen entsprechend zweckmäßig und schön eingerichtet. Am Giebel trägt es das in Stein gehauene Ortswappen.

Historische Obst- und Weinpresse ziert als Schmuckstück den Dietlinger Ortseingang


Welche Außenwirkung Heimatliebe und Eigeninitiative im  Zusammenwirken mit der Gemeinde entfalten kann, wird auch mit der Neugestaltung des Dietlinger Ortsteingangs aus Richtung Ellmendingen deutlich. Wo nach der Erschließung des Baugebiets Klepberg nur die Bushaltestelle und ein Pflanzbeet waren, steht nun, symbolhaft für den heimischen Obst- und Weinbau eine historische Obst- und Weinpresse. Ein genaues Datum wann die ehemals mobile Mühle und Presse erbaut wurde ist allerdings nicht bekannt. Fest steht nur, dass der 2009 verstorbene Dietlinger Oskar Blumhofer,  das historische Stück schon vor fast 30 Jahren in Gräfenhausen käuflich erworben hatte, es danach einige Zeit im Eigenbetrieb hatte, bis die Obst- und Weinpresse dann in einen Dornröschenschlaf verfiel. Schon zu Lebzeiten war es ein Herzenswunsch von Oskar Blumhofer dem Schmuckstück mit Symbolcharakter einen würdigen Platz zukommen zu lassen. Über Jahre stand das Gefährt auch im Kelterner Bauhof. Bereits vor einiger Zeit hatte sich dann besonders Bauhofmitarbeiter Holger Bischoff der Restaurierung der Presse angenommen. Danach ging die Sache der Neugestaltung des Dietlinger Ortseingangs recht zügig voran. Zwei örtliche Handwerker Dieter Nittel und Ferdi Gundlach sorgten mit alten Holzbalken, Ziegeldach und Blechabdeckung für den erforderlichen Wetterschutz des „Museumsstücks“. Ende vergangener Woche wurde die Obst- und Weinpresse aufgestellt, zwei Müller-Thurgau-Reben aus dem Dietlinger Klepberg dazu gepflanzt; und das Gesamt-Ensemble gestern offiziell übergeben. Dabei freute sich die Ehefrau des verstorbenen Stifters Doris Blumhofer, zusammen mit Bürgermeister Ulrich Pfeifer über das gelungene Gesamtwerk, das nun eine wahre Zierde für die Weinbaugemeinde darstellt. Wenn technisch möglich soll der neugestaltete Bereich auch noch ansprechend ausgeleuchtet werden damit das Ensemble seine Wirkung auch nächtens auf Vorbeifahrende oder Vorbeikommende ausüben kann.

Nach oben

Auflösung der Obstbaugenossenschaft Ellmendingen ist beschlossene Sache


Relativ kurz fiel auch die zweite außerordentliche Generalversammlung der Obstbaugenossenschaft Ellmendingen am Freitagabend, 4. November aus. Erforderlich wurde diese erneute Versammlung zur geplanten Auflösung, da bei der ersten außerordentlichen Versammlung vor vier Wochen nicht die erforderliche Mindestteilnehmerzahl zur Beschlussfähigkeit erreicht wurde. Diesmal waren 46 Mitglieder persönlich gekommen, 18 der derzeit noch 133 Mitglieder zählenden Genossenschaft  ließen sich durch Bevollmächtigte vertreten. Diese insgesamt 64 Anwesenden votierten dann nach 30 minütiger Aussprache mit 51 Stimmen für die Auflösung der Genossenschaft. Elf sprachen sich dagegen aus; zwei Stimmen waren ungültig. Für die Auflösung der 48 Jahre alten Genossenschaft, die wegen geänderter Marktanforderungen und nachlassendem Mitgliederinteresse den wirtschaftlich sinnvollen Betrieb nicht mehr gewährleistet sieht, wären lediglich 47 Stimmen (75 %) nötig gewesen. Deutlich wurde in der Versammlung, dass die Auflösung der Erzeugergemeinschaft zum Ende 2012 auch im Interesse der Mitglieder sinnvoll erscheint, denn jetzt verfüge die Gemeinschaft noch über eine finanziell gute Ausstattung. Emotionen blieben auf der Versammlung aus. Mit dem Auflösungsbeschluss wurden die beiden Vorstände Harald Groh und Joachim Höhn entlastet und zu Liquidatoren bestellt. Bis Ende kommenden Jahres erfolgt die Bewirtschaftung der 1963 angepflanzten Obstanlage mit derzeit noch rund 3000 Apfelbäumen wie seither. Nach den Vorstellungen von Harald Groh und den gesetzlichen Vorgaben zufolge soll ab September 2012 das Inventar, das vor allem aus der 1969 erbauten Obsthalle und dem über 30 Jahre alten Traktor mit Anbaugeräten besteht, verkauft werden. Voraussichtlich im Juli oder Augst 2012 wird es dann nochmal eine ordentliche Generalversammlung geben. Bis dahin führt die Obstbaugenossenschaft Ellmendingen e.G. ihren seitherigen Namen, jedoch mit dem Zusatz  “i.L.“ (in Liquidation)

Nach oben

Videopräsentation der Gemeinde Keltern
 

Nach oben


  © 2004-2011 Gemeinde Keltern. Alle Rechte vorbehalten.  Impressum    Nutzungsbedingungen    Datenschutz