Keltern, 31.08.2010
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Neueste Info


Landschaftspfleger auf vier Beinen


„An meiner Ziege hab ich Freude; ist ein wunderschönes Tier“, so beginnt ein bekanntes Kinderlied. Dass Ziegen nicht nur schöne, sondern auch nützliche Tiere sind, wird auch am Beispiel des Dietlinger Römerbergs deutlich. Hier sind die, wegen ihrer Anspruchslosigkeit bei der Futtersuche scherzhaft auch als „Kuh des kleinen Mannes oder Eisenbahnerkuh“ bezeichneten Tiere, schon seit drei Jahren als Landschaftspfleger eingesetzt. Als ökologische Ausgleichsmaß für die Erschließung des Ellmendinger Bebauungsplangebiets Neuberg,  beweidet so die Burenziegen-Herde des Nöttinger Nebenerwerbslandwirts Gerhard Gay noch weitere 27 Jahre lang eine rund zwei Hektar große Fläche der Südhanglage. Damit wird einer einer Verbuschung vorgebeugt. Vor drei Jahren mit schwerem Gerät von dichtem Aufwuchs freigemacht, sorgt nun die rund 40 Tiere zählende Herde dafür, dass die ehemalige Weinbergbrache dauerhaft freibleibt und sonnenliebend Pflanzen gedeihen können. Dabei sind in Keltern gleich zwei Vieh-Herden bei der Landschaftspflege eingesetzt. Während hier am Römerberg die Ziegen ihrer Arbeit nachgehen und dabei ab und an auch die Blicke von Vorbeikommenden auf sich ziehen, sorgt im Dietlinger Landschaftsschutzgebiet Essigberg die kleinwüchsige Rinderrasse des Hinterwälder Weideviehs des Ellmendinger Klaus Nittel für Landschaftspflege. Hie wie da sind die vierbeinigen Landschaftspfleger in des Wortes doppelter Bedeutung gern gesehen Gäste.

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Auch Hobby- und Nebenerwerbsweinbau trägt zum Renommee der Weinbaugemeinde bei


"Weinbau und damit auch die Weinbaugemeinde leben von der Vielfalt“. Das ist die Überzeugung und Philosophie des Dietlinger Alfred Schweitzer. Er liebt schnörkellose Weine und die Bodenständigkeit. Geschwollene Umschreibungen von Geschmacksnuancen beim Wein, von Säurespiel und Abgängen sind ihm zu wider. „Natürlich muss auch ein selbsterzeugter Rebensaft fehlerfrei sein; aber ein Wein schmeckt  oder er schmeckt nicht“, so die schlichte Feststellung des Hobbywinzers. Mit dieser Einstellung betreibt der ehemalige Orthopäde, heutige FWG-Gemeinderat und Bürgermeister-Stellvertreter seinen Weinbau mit viel Freude. Wie Kelterns Gemeindeoberhaupt Ulrich Pfeifer, der sich nach seiner Wahl vor sechs Jahren die Förderung des heimischen Weinbaus auf die Fahnen geschrieben hat, ist auch er erfreut, dass viele Jung- und Hobbywinzer mit Neuanpflanzungen die ehemals lückenhaften Reblagen wieder geschlossen haben. Dabei sah sich der heute 60-jährige schon bei der Wiederanlegung eines elf Ar großen Schwarzrieslingweinbergs zusammen mit einem Schulfreund in einer Vorbildfunktion. Vor sechs Jahren hat Jahren er einen weiteren größeren Weinberg angelegt und will sein Hobby, wie viele seitherige Dietlinger und Ellmendingen Winzer, bis ins hohe Alter intensiv pflegen. Dabei spekuliert Alfred Schweitzer schon jetzt mit der gleichen Freude am Weinbau bei seinem heute  vierjährigen Enkel Emil. Bekannt ist der leidenschaftliche Dietlinger Winzer auch für seine Hoffeste. Hier vertritt er die Auffassung, dass neben den Profis, auch die kleineren Betriebe und Hobbywinzer zum Renommee einer Weinbaugemeinde beitragen. Vor allzu großen Erwartungen beim Hobby- und Nebenerwerbsweinbau warnt er jedoch und meint „Großen Staat kann man damit nicht machen, denn einerseits kann die Menge für den Eigenbedarf zu groß sein und anderseits wiederum gering für den nachhaltigen Absatz. Aus dieser Überlegung heraus entstand bereits vor elf Jahren das erste „Schweitzer-Hoffest“, eine Art zweitägige Besenwirtschaft. „Hier sind der zeitliche Aufwand und  Zahl der Gäste noch überschaubar.  In geselliger Runde nimmt der Weinbestand in den Fässern doch  spürbar ab und macht Platz für den neuen Jahrgang“; so der Hobbywinzer mit Vorbildcharakter. Seine Leidenschaft, auch für den Weinausbau, hat er vor fünf Jahren noch verfeinert und versektet einen Teil seiner Rieslingweine in Flaschengärung. Wie der bodenständige Hobbywinzer, den man im Frühjahr beim Rebschnitt oft mit Kopfhörerradio zwischen den Rebzeilen antrifft und man ihn deshalb schon scherzhaft als „Vivaldi-Winzer“ bezeichnet hat, tragen viele Winzer, Weinbaubetriebe und Weingüter zum Erhalt der Kelterner Kulturlandschaft bei. Dass man diese nicht umsonst als Landschaftsschutzgebiet Kelterner Obst- und Rebengäu unter einen ganz besonderen Schutz gestellt davon können sich viele Besucher und Gäste, Wanderer und Spaziergänger selbst überzeugen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet sowohl das Ellmendinger Weinfest vom 10. bis 12. September oder das Kelterner Weinwanderwochenende am 19. und 20. September mit dem traditionelle Saukopfessen in der Dietlinger Kelter.

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Engagement für den Klimaschutz Gemeinde investiert weitestgehend kostenneutral


Eine, auf den Zeitraum von zehn Jahren gesehen, relativ kostenneutrale Investition tätigt die Gemeinde Keltern derzeit bei der Energieversorgung für das Schul – und Sportzentrum Speiterling in Dietlingen. Mit einem Gesamtkostenaufwand von über 400 000 Euro  wird hier die über 30 Jahre alte Heizungsanlage ausgebaut und durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk und einen Gasbrennwertkessel für ersetzt. Bei einer errechneten „Heizlast“ von zirka 800 Kilowatt (kW) für das gesamte Schul- und Sportzentrum erbringt der Brennwertkessel in den Winterspitzenlastzeiten rund 720 Kw. Der Gasmotor des Blockheizkraftwerks liefert rund 50 kW Strom und 80 kW Heizkraft aus Abwärme. Die produzierte Strommenge deckt den gesamten Bedarf für das Speiterling-Zentrum und angrenzenden kommunalen Kindergarten. Ein Großteil wird außerdem ins allgemeine Niederspannungsnetz eingespeist und finanziell vergütet. Im Vorfeld zur Gesamtmaßnahme war bereits im Frühjahr die Heizungsverteilung mit einem Aufwand von rund 40 000 Euro umfassend erneuert worden. Bis zum Ende der Schulferien soll die Gesamtmaßnahme, zu der zu Beginn der Woche das über zwei Tonnen schwere und rund 100 000 Euro teure Blockheizkraftwerk angeliefert wurde, abgeschlossen sein. Mit dieser Kraft-Wärme-Koppelung leistet die Keltern sowohl einen Beitrag zum Umweltschutz- und Klimaschutz, sowie bei den absehbar steigenden Energiepreisen auch mittel- und langfristig einen Beitrag zur Haushaltsentlastung

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Rössle-Abbruch in Weiler; Instandsetzung wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen


Abbruch in Weiler; Instandsetzung wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen Seit vergangener Woche wird Stück für Stück das über 200 Jahre alte „Rössle“ an der Hauptstraße 25, vis a vis vom alten Rathaus abgebrochen. Über Jahrzehnte leer gestanden, war das gesamte Anwesen marode geworden. „Eine Instandsetzung war nicht mehr wirtschaftlich“ sagt Hermann Becker, Landwirt und CDU-Gemeinderat;  und ergänzt: „In einem langwierigen und aufwändigen Verfahren musste mit entsprechendem Gutachten gegenüber der Denkmalbehörde nachgewiesen werden, dass eine erforderliche Investition von über 800 000 Euro nicht mehr gerechtfertigt und zumutbar war“. Der Abbruch war daraufhin genehmigt worden. Zwar sind in den Sandstein-Türsturz, des seit 1967 geschlossenen Gasthauses eine Brezel, der Name Wilhelm Kies und die Jahreszahl 1785, gleichsam für das gesamte Gebäude eingemeißelt; Experten haben jedoch nachgewiesen, dass dies nur für den kleineren Teil des Erstbaus gilt. Anfangs des 19. Jahrhunderts sei das Anwesen umgebaut und erweitert und 1905 ein Tanzsaal im Ober- und Dachgeschoss eingebaut worden. Dazu war das Dachwerk des stattlichen, teilweise schindelverkleideten Hauses um 70 Zentimeter angehoben worden. 1950 wurde zudem eine Brennerei eingebaut. Zwar wurde 1967 die Wirtschaft geschlossen, die Landwirtschaft  und die Brennerei wurden jedoch im erweiterten Stil, in rückwärtigen An- und Neubauten weiterbetrieben. Hermann Becker, der Vater des jetzigen Besitzers, verstarb 1981. 1982 ging daraufhin der landwirtschaftliche Betrieb und die Brennerei auf den damals erst 20jährigen Sohn Hermann Becker junior über. Er stellte die Landwirtschaft von der Bullenmast auf Getreideanbau um und machte aus der ehemaligen Obst-Verschlussbrennerei eine reine Korn- und  Obstbrennerei, mit zusätzlicher Herstellung von Likören. Dabei kommen die zahlreichen privaten Anlieferer und Kunden auch aus der weiteren Umgebung.  Wenngleich also in wenigen Tagen die über 200jährige Geschichte des „Rössle“ in Weiler zu Ende gehen wird, die Tradition der Landwirtschaft und der Brennerei wird erhalten bleiben. Wie lange sich an dieser Stelle dann allerdings eine Baulücke und eingeschotterte Freifläche präsentieren wird, bleibt abzuwarten. Nicht mehr zu warten braucht man allerdings auf den Bau einer ehemals durch dieses Areal führenden Umgehungs-Kreisstraße. Dieses Projekt, zu dem bereits Anfang der 90Jahre der Abbruch des Rössle ins Auge gefasst worden war, wurde mit der Errichtung weiterer Baulichkeiten und einer großen  Halle im rückwärtigen Bereich schon im Jahr 2000 zu den Akten gelegt. Wer sich künftig noch an die Geschichte des Gasthaus Rössle in Weiler erinnern möchte, dem bleibt nur ein Blick in die Ortschronik. Hier heißt es einleitend „Am 14. November 1776 erhielt der aus Langensteinbach stammende Bürger und Bäcker Wilhelm Kies einen Conzessions- und Gerechtigkeitsbrief, die Schildgerechtigkeit für das Gasthaus Rössle; er war verheiratet mit der Weilermer Bürgertochter Eva Magdalena geb. Becker. Zumindest der Name Becker, Landwirtschaft und Brennerei werden also weiterhin an Ort und Stelle bleiben.

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Hohe Auszeichnung für Bäckerei Augenstein


Mit einem Tag der offenen Tür und einem gebührenden Straßenfest hat die Bäckerei Augenstein am Sonntag vor dem Hauptgeschäft an der Dietlinger Bachstraße 56  ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Weit über 1 000 Besucher aus Keltern und allen fünf  Filialstandorten sowie zahlreichen Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft waren gekommen um dem Familienbetrieb, der nun schon in der dritten Generation geführt wird, ihre Reverenz zu erweisen. Einen Tag lang feierte man das „einmalige“ Jahrhundertereignis. Dabei waren insbesondere Walter und Brunhilde Augenstein angetan, ja fast schon gerührt von den vielen anerkennenden Worten für ihr Lebenswerk. So unterstrich nach der über viertelstündigen Begrüßung von Honoratioren und Ehrengästen als Erster Kelterns Bürgermeistermeister Ulrich Pfeifer den Stellenwert und die Bedeutung des Handwerksbetriebs für die Gemeinde. Er sah und sieht in der Bäckerei nicht nur die Produktionsstätte für Backwaren, sondern vielmehr eine Art Begegnungsstätte und  Kommunikationszentrum; vor allen Dingen aber auch die Ausbildungsstätte von über 70 Lehrlingen in den zurückliegenden 40 Jahren. Als äußeres Zeichen für die Verdienste von Walter Augenstein und seinem Team gab‘ s  neben einem Wandteller  dann zwei Flaschen des ersten unverkäuflichen Kelterner Gemeindeweins, einen 2009er Riesling, trocken. Landrat Karl Röckinger, hatte für den engagierten Bäckermeister, dessen erklärtes Ziel es ist die Bäckerei im kommenden Jahr an Tochter Silvia, dann in der vierten Generation zu übergeben, die Ferdinand-von Steinbeiß-Medaille mitgebracht. Mit dem Hinweis, dass Ferdinand Steinbeiß aus Niefern-Öschelbronn ein Pionier der Wirtschaftsförderung gewesen sei und das Festhalten an der Tradition nicht das Aufbewahren der Asche, sondern vielmehr die Weitergabe des Feuers sei, unterstrich er das Engagement von Walter Augenstein für seine Kundschaft, die Mitarbeiter und das Bäckerhandwerk überhaupt. Für die politischen Mandatsträger, die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast und SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Knapp würdigte FDP-Landtagsabgeordneter Dr. Hans-Ulrich Rülke, das Engagement des Bäckermeister für seinen Berufsstand und das Handwerk auf Landesebene. Allesamt  überreichten sie zum Betriebsjubiläum Geschenke und Urkunden. Die augenfällig größte Urkunde überreichte der Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe Joachim Wohlfeil. In seiner Laudatio auf Walter Augenstein unterstrich er  auch mit heiteren Worten und einem Zitat des Reformators Martin Luther „Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf“ die Lebensphilosophie von Walter Augenstein. Die Vermittlung von Werten und das Festhalten an der Handwerkstradition mit seinen regional individuellen Besonderheiten ist auch ein Anliegen von Walter Augenstein, der in seiner Dankabstattung unterstrich sich auch künftig für seinen Betrieb und seinen Berufsstand einzusetzen. 

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Joachim Rau verabschiedet


Eine besondere Ehre wurde dem Dietlinger Joachim Rau im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes sowohl von der Kirchengemeinde, als auch der politischen Gemeinde zuteil.  Genau 42 Jahre und zwei Monate hat der heute 61-jährige täglich die Kirchturmuhr, den „offiziellen Zeitgeber für die Einwohnerschaft“ aufgezogen, bis er infolge eines Verkehrsunfalls, ab November vergangenen Jahres seinen Dienst nicht mehr versehen konnte. Mit einem Kostenaufwand von rund 12 000 Euro hat daraufhin die, für die Uhr zuständige politische Gemeinde den Uhrantrieb von mechanisch auf elektrisch umstellen lassen. Mit weiteren 3 000 Euro sollen nun im Rahmen der ab Oktober vorgesehenen grundlegenden Kirchensanierung auch noch Zeiger und Zifferblatt aufgefrischt werden. Mit anerkennenden Worten und lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Kirchenbesucher, Bürgermeister Ulrich Pfeifer und Pfarrerin Bettina Ott für die jahrzehntelange, pflichtbewusste Aufgabenerfüllung durch Joachim Rau. Als Abschiedsgeschenk gab’s dann von der politischen Gemeinde einen Reisegutschein und von der Kirchengemeinde eine Armbanduhr mit der Abbildung der Kirche und des Turmuhrwerks auf dem Zifferblatt. Im Rahmen des Gottesdienstes eröffnete Pfarrerin Bettina Ott auch, dass sie Anfang Februar kommenden Jahres die Gemeinde verlassen werde. Gleichzeitig war zu erfahren, dass die geplante Kirchenrenovierung noch im Oktober dieses Jahres beginnen soll und dann circa neun Monate dauern werde. Während dieser Zeit ist man dann zu Gast in der Katholischen Kirche an der Bachstraße. Rund 365 000 Euro werden für die Kirchensanierung erforderlich, wovon die Kirchengemeinde rund 120 000 Euro selbst tragen muss. Mit Veranstaltungen, Festen und Spenden hofft man diesen Eigenanteil schultern zu können. Im Zusammenhang mit Kosteneinsparung ist man derzeit noch auf der Suche nach einem trockenen Lagerplatz, eine Scheune oder einem leer stehenden Gebäude. Einen ersten finanziellen Grundstein für die Kirchensanierung hat die Kirchengemeinde am Sonntag auch mit der Kollekte und der anschließenden Volksliedermatinee gelegt. Weitere Aktionen sollen noch folgen

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Melanie Reinle als neue Jugend-Sozialpädagogin begrüßt


Melanie Reinle heißt die neue  Jugendsozialarbeiterin die am 1. Juli als Nachfolgerin von Jasmin Milovcic in Keltern ihre Stelle angetreten hat. Gemeinsam mit Sozialarbeiter Stefan Birr, der bereits seither für die Koordination der Jugendarbeit in Keltern zuständig war, ist sie künftig für das Kinder- und Jugendcafe, sowie die Begleitung der Jugendlichen im Kelterner „Jugendzentrum“  zuständig. Nach ihrem Studium der Sozialpädagogik in Stuttgart hat die heute 30-jährige Karlsbaderin erste Erfahrungen bei der Stadt Karlsruhe, zunächst  in der offenen Kinder und Jugendarbeit im Jugendtreff „Lo-Li“ und später beim Schülerhort „Grazer Straße“ gesammelt. Somit scheint sie ideale Voraussetzung für Keltern  mitzubringen. Beim gestrigen Amtsantritt freuten sich dann sowohl Personalamtschef Jürgen Germann, Schulleiter Volker Schneider, Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer (v.l.) sowie Stefan Birr (r.) auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen, als auch der Gemeinde.

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Turngemeinde Dietlingen präsentierte sich beim Fest zum 125-jährigen Bestehen mit einem erfrischenden Programm


„Sieben Grußworte können sich nicht irren“, resümierte augenzwinkernd ein Besucher zum Schluss des Festbanketts bei der Turngemeinde Dietlingen. Dabei hatten sich die Verantwortlichen und Mitwirkenden am Festabend zum 125-jährigen Vereinsjubiläum doch redlich bemüht das Programm so kurzweilig wie möglich zu gestalten. Dass Ihnen das gelungen war zeigte sich schon im Laufe des über dreistündigen Programms, insbesondere aber anschließend in vielen Gesprächen mit Freunden und Weggefährten am kalten Buffet. Zur Einstimmung auf den Abend hatte es zunächst einen Sektempfang gegeben, bevor am Freitagabend pünktlich um 19.30 Uhr der Startschuss zum Dank- und Anerkennungsmarathon für den Verein und alle engagierten Mitglieder fiel; und der wurde gleich mit einer Premiere eröffnet. Erstmals trat nämlich der Musikverein Dietlingen unter neuer Stabführung mit Dirigent Hermann Schneider öffentlich auf.  So setzte das 20-köpfige Orchester mit „Orpheus in der Unterwelt“, schon zu Beginn des Abends Akzente. Für die Betonung und Hervorhebung der Leistung aller in der Turngemeinde engagierter Mitglieder, Ehrenamtliche, Sportlern und Funktionäre sorgten anschließend die mehr oder minder längeren oder kurzweiligen Grußworte. Allen gemein war dabei die Feststellung, dass der Verein trotz des ansehnlichen Alters von 125 Jahren recht  jung geblieben sei. Dies spiegelte sich am Festabend augenfällig auch in den Darbietungen der  überwiegend jugendlichen Leichtathletinnen und Leichtathleten, Turner und Turnerinnen wider. Sowohl die Kleinsten mit ihren Sprüngen übers Minitrampolin, als auch die jungen Leichtathleten beim Robe Skipping, und vor allen Dingen die Jazztanzgruppe mit den unterschiedlichsten Choreographien sorgten für Begeisterung.

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Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten im Schlussteil des Abends auch die jungen Turner und Leichtathleten mit ihrer Luftakrobatik-Nummer „Zeitensprünge“. Damit, sowie mit dem Auftritt des Musikvereins und des Akkordeonorchesters, gestaltete sich der Abend für die über 300 Gäste unter Ihnen auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten, die Vertreter der Kommune, der Kirche und Vereinen, recht kurzweilig. In vorderster Reihe mit dabei war auch der heute 96-jährige und vitale Eugen Eberle. Auch damit wurde der Zusammenhalt im Verein über Generationen hinweg deutlich und die Begeisterung am Sport spürbar. So bestätigte sich die Feststellung von Bürgermeister Ulrich Pfeifer,  der die  Turngemeinde mit der politischen Gemeinde verglich, in der sich jeder nach eigenem Dafürhalten wohlfühlen und Gemeinschaft erleben kann. Ein besonderer Dank galt hierbei allen Generationen, die mit ihrem Engagement das Fundament für den auch mit 125 Jahren jung gebliebenen Verein gelegt haben. Mit welcher Freude der Sport im Verein betrieben wird und mit welcher Freude die Gemeinschaft gelebt wird“, so Günther Seith vom Badischen Sportbund „wird schon an den Zahlen deutlich“. So gehören der TGD 644 Mitglieder aller Altersklassen an; darunter 319 Frauen und 254 Kinder und Jugendliche.  Die Bedeutung der sportlichen Gemeinschaft und die soziale Funktion eines Vereins unterstrich Gerfried Dörr vom Badischen Turnerbund. So sah dies auch Sozialdezernent Roland Hübner, der in Vertretung von Landrat Karl Röckinger gekommen war. Sie alle hatten aber nicht nur anerkennende Worte für den Verein sondern jeder ein gebührendes Jubiläumsgeschenk, überwiegend in Form eine „Kuverts“. Als etwas Dauerhaftes hatte der Vertreter des Turnerbunds noch das Walter Kolb Plakette für die Turnhalle im Altenloh mitgebracht. Nicht nur ein Kuvert, sondern gleich eine ganze Hand voll, hatte der Dietlinger DRK-Ortsvereinsvorsitzende Manfred Gorgus mitgebracht. Namens der Dietlinger Vereine gratulierte er der Turngemeinde als wesentlicher Bestandteil des Kelterner Vereinsgeschehens. Martin Schlittenhardt, der nun schon seit 15 Jahren den Verein leitet und damit der dienstälteste Vorsitzende in der gesamten Geschichte des Vereins ist, bedankte sich für alle anerkennenden Worte und die Geschenke. Gleichzeitig versicherte er, dass das Geld, das im Wesentlichen der Jugendarbeit zugute kommt, sozusagen Kapital für die Zukunft sei. Wie sich das dann darstellt, wird man spätestens beim 150sten Jubiläum feststellen können.             Weitere Bilder aus der pz-news-bildergalerie hier

Neuer Service der Gemeinde für Weingenießer


Keltern hat seit einiger Zeit nicht nur einen eigenen Gemeindeweinberg und konnte in diesem Jahr den ersten Jahrgang lesen;  die Gemeinde hat  zudem auch 300 formschöne Weingläser, die sie en bloc oder auch in kleiner Mengen kostenlos Privat-Personen oder Vereinen zur Verfügung stellen kann. Die ansprechend mit Gemeindewappen versehenen und spülmaschinenfesten Degustationsgläser, sind eine Zierde sowohl für eigene Weinproben, als auch bei größeren Festen und Feiern.

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Das Weingut Kelternwein, Dietlingen hat  freundlicherweise die Organisation des neuen Serviceangebots der Gemeinde übernommen.  Reservierungen und Bestellungen sind somit unter folgender Adresse möglich.

Weingut Kelternwein -
Melanie Frank & Alexander Deeg KG
Poststr. 6a
752510 Keltern-Dietlingen
www.kelternwein.com


geöffnet am Donnerstag -Nachmittag, Freitag Vor- und Nachmittag und Samstag Vormittag
oder nach telefonischer Vereinbarung bei Melanie Frank unter 07236 – 609035

Leihgebühren entstehen keine; allerdings * muss eine Kaution von 3,--€ / Glas hinterlegt werden.  * wird bei Bruch, Verlust oder bei Irrläufern 3,- € / Glas berechnet.



 
Videopräsentation der Gemeinde Keltern
 

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Die Wurzeln von Goodyear-Gründer Frank A. Seiberling reichen bis nach Ellmendingen


Die in jüngster Vergangenheit auf politischer Ebene etwas abgekühlten deutsch-amerikanischen Beziehung scheinen wieder etwas in Gang zu kommen. Nicht zuletzt der herzliche Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus symbolisierte, dass beiden Seiten daran gelegen ist, die  gewachsenen Beziehungen neu zu beleben; dies auch vor dem geschichtlichem Hintergrund, dass  zahlreiche Auswanderergeneration den wirtschaftlichen Erfolg Amerikas mitbegründeten und seit Generationen unzählige verwandtschaftliche Verhältnisse über den „großen Teich“ hinweg bestehen. Heute sind viele Nachfahren deutscher Auswanderer auf  Spurensuche in der Alten Welt. Nachdem sie in den Staaten mit Recherchen in Archiven, Logbüchern von Auswandererschiffen und in Namenlisten den Grundstein zu Ihrer Ahnenforschung legen, werden hierzulande Kirchenbücher gesichtet, Gemeindearchive durchforstet, Ortskundige oder Namensgleiche in der „alten Heimat“ bemüht und Heimatkundler befragt. Dabei kommt oft Erstaunliches zu Tage und mancher ist in good old Germany erstaunt, zu welchem Ruhm es die Nachfahren im fernen Amerika gebracht haben.

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In diesem Sinne ist auch das Ergebnis einer jüngsten amerikanisch-deutschen Ahnenforschung schon eine kleine Sensation. Recherchen diesseits und jenseits des Atlantik haben ergeben, dass die Gründerväter des weltgrößten Gummi- und Reifenkonzerns Goodyear ihre Wurzeln in Ellmendingen haben. Diese Erkenntnis förderte Walter Arnold als profunder Kenner der  Ellmendinger Heimatgeschichte und langjähriger Vorstand des Arbeitskreis Heimatpflege und Kunst zutage. Vor vier Jahren wurde er durch den Besuch der Familien Chapman aus  Akron/Ohio und Byrd aus Hendersonville/Northcarolina in Ellmendingen aufmerksam. Sie waren auf der Suche nach den verwandtschaftlichen Wurzeln der Familien Säuberlich (später amerikanisch/englisch Seiberling) auf den „Fall“ aufmerksam. Dabei zeigten sich im Laufe der Nachforschungen sogar persönliche verwandtschaftliche Verhältnisse zu den Seiberlings’, Chapman’s und Byrd’s. Außerdem ergab die akribische Aufstellung eines Stammbaum auch, dass der vor kurzem, als einer der großen Raketenpioniere in Amerika verstorbene Bruno Augenstein   auf die Ellmendinger Linie der Familie Säuberlich zurückgeht. Allerdings ist heute der Familienname Säuberlich in Ellmendingen heute nicht mehr verzeichnet. Die Erwähnung eines gewissen Jakob Säuberlich ist auf der Ehrentafel der Teilnehmer des 1870er-Krieges am Haus Durlacher Str. 2 noch vorhandenIn Ellmendingen. In der Region dagegen, ist der Name noch öfters vertreten.


Beseelt von der Idee im Kelterner Heimatmuseum zum gegebenen Zeitpunkt eine umfassende Ausstellung zur Auswanderergeschichte und den Pionieren aus der Heimatgemeinde präsentieren zu können, hat der heute 78-jährige sehr geschichtsinteressierte Walter Arnold sich intensiv  mit der Familiengeschichte „ Seiberling“ befasst. Mary-Ann Byrd und Ehemann Clinton, die vor Kurzem erneut in Ellmendingen weilten, hatten die Familiengeschichte (The Seiberling-Family in America 1611 – 1889) bereits in einem ersten Manuskript niedergeschrieben. Zu dem, für den 15. und 16. Juli dieses Jahres in Akron/Ohio, dem Stammsitz von Goodyear geplanten, weltweiten Seiberling-Familientreffen wollen die Nachfahren des Firmengründers Frank A. Seiberling (geb. 1859) die gesamte Familiengeschichte in einer zweibändigen Dokumentation präsentieren. Hierzu hat auch Walter Arnold seinen Beitrag geleistet. Er konnte anhand von Kirchenbüchern und der Aufstellung eines Stammbaums nachweisen, dass die Wurzeln der Seiberling-Family und Goodyear Gründer auf den Ellmendinger Michael Säuberlich, der vermutlich im heutigen Haus Ettlinger Straße 10 gewohnt hat, zurückgehen. Den Recherchen von Walter Arnold zufolge, war dieser 1741 im Alter von 42 Jahren mit seiner Ehefrau Sarah (geb. Spiegel aus Ottenhausen) mit zwei Söhnen und zwei Töchtern nach Amerika ausgewandert. Aus den Kirchenbüchern ging außerdem hervor, dass dessen Eltern und Großeltern jeweils Löwen-Wirte in Ellmendingen waren. In der neuen Welt gründete die Familie Säuberlich (Seiberling) eine neue Existenz. Die Nachfahren gründeten 1880 zunächst die Indiana Rubber & Insulated Wire Company in Jonesboro/Indiana. Fast zwei Jahrzehnte später, 1898 legte dann Frank A. Seiberling in Akron/Ohio mit der Goodyear Tire and Rubber Company, den Grundstein zum Wirtschaftsimperium des heute weltgrößten Gummi- und Reifenkonzern. Die Firmenbenennung erfolgte nach Charles Goodyear, dem Entdecker des Vulkanisationsverfahrens, der trotz seiner revolutionären Idee später verarmt starb.


1921 verlies der 1859 geborene Firmengründer Frank A. Seiberling die Firma und gründetet eine heute noch existierende Reifenfirma Seiberling (Seiberling Rubber Company Akron/Ohio). Ihr wird auch die Entwicklung des ersten Luftreifens mit Schlauch 1935 zugeschrieben. Das von Frank A Seiberling in Akron, dem Stammsitz von Goodyear errichtete prachtvolle Schloss „Stan Hywet Hall an Gardens“ vermachte der 1955 verstorbenen Firmengründer  als Stiftung an die Vereinigten Staaten. Hier wird im Juli diese Jahrs auch das Seiberling-Familientreffen stattfinden, auf das sich nicht nur Mary Chapman und  Mary Ann Byrd, die beiden Enkelinnen des Reifen-Imperium-Gründers Frank A. Seiberling. sondern auch andere überwiegend in USA lebenden  Mitglieder der Seiberling-Family, zu der, wie sich zeigte weit, weit entfernt auch Walter Arnold aus Ellmendingen zählt. So fördert intensive Ahnenforschung oft Erstaunliches zu Tage .


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